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10 Tipps für einen sichtbaren Business Blog

Tipps Business Blog

Immer mehr Unternehmen stecken Ressourcen in einen Business Blog. Doch auch die spannendsten Inhalte bringen wenig, wenn keiner sie findet. Mit diesen zehn Tipps profitiert Dein Business Blog von mehr Sichtbarkeit.

1. Hauptkeyword mit hohem Suchvolumen finden

Die meisten Besucher kommen über die Google-Suche. Landet Dein Beitrag nicht auf der ersten Seite, verliert er sich in den Weiten des WWWs. Aus diesem Grund ist eine fundierte Keywordrecherche das A und O.

Auch wenn das Beitragsthema schon feststeht, lässt sich das Hauptkeyword weiter optimieren. Geht es zum Beispiel um Automatisierung in der Industrie, bieten sich „Roboter“, „Smart Factory“ oder „Industrie 4.0“ als Hauptkeywords an. Welches solltest Du wählen? Das hängt in erster Linie vom Suchvolumen ab.

Keyword-Tools gibt es viele, sowohl kostenpflichtige als auch kostenlose. Einige wie „Keyword Finder“ und „Ubersuggest“ geben nicht nur Suchvolumen und den Preis pro Klick (CPC) an, sondern schlagen zu einem bestimmten Keyword Content-Ideen oder Long-Tail-Keywords vor.

2. SERP Snippet optimieren

Selbst ein Hauptkeyword mit hohem Suchvolumen bedeutet nicht automatisch viele Klicks. Suchmaschinen-Crawler erwarten, das Keyword an bestimmten Stellen zu finden. Es bringt also wenig, den Text damit zu füllen, zumal Google Keyword Stuffing bestraft.

Vielmehr solltest Du das Hauptkeyword gezielt verwenden. Hier muss es auf jeden Fall vorkommen:

  • Im Meta Title Tag – der Meta-Titel erscheint im sogenannten SERP-Snippet. Das ist der Textausschnitt in den Google-Suchergebnissen. Er ist das Erste, was sowohl die Suchmaschine als auch potentielle Besucher wahrnehmen. Lautet Dein Hauptkeyword „Cybersicherheit“, bietet sich ein Titel wie „Cybersicherheit: Die schlimmsten Bedrohungen“ an.
  • In der Meta Description – auch die Meta-Beschreibung ist Teil des SERP Snippets. Sie hilft sowohl Suchmaschinen-Crawlern als auch Menschen zu verstehen, worum es in Deinem Beitrag geht. Sie soll daher prägnant sein und Interesse wecken. In unserem Beispiel ist jemand an Cybersicherheit interessiert. Eine Beschreibung wie „Insider-Bedrohungen gefährden die Sicherheit von IT-Systemen. Wie kann KI helfen?“ macht auf den Artikelinhalt neugierig.
  • In der URL – mit nichtssagenden URLs wie z.B. www.blog/beitrag35473 können weder Google noch Deine potentiellen Besucher was anfangen. Sprechende URLs wie z.B. www.blog/10-bedrohungen-fuer-it-systeme verschaffen dagegen Sichtbarkeit.
  • Im Text sollte man das Hauptkeyword zielgerichtet verwenden. Insbesondere in der h1-Überschrift sollte das Keyword vorkommen. Fokussierten sich frühere SEO-Strategien auf einer optimalen Keyword-Dichte, rät man heute dazu, das Hauptkeyword natürlich zu integrieren.

3. Long Tail Keywords mit W-Fragen integrieren

65 Prozent der 25- bis 49-Jährigen nutzen laut einer Studie mindestens einmal am Tag „Voice Search“ (Sprachsuchen). Dabei wird selten nach einem Begriff gesucht, sondern sie fragen „Google“ direkt nach einer spezifischen Information, wie man es sonst bei einem Freund tun würde.

Du fragst z.B. „Wo kann ich Fairtrade Kaffee kaufen?“ oder „Wie viel Strom verbraucht ein Elektroauto pro 100 Kilometer?“ Diese Long-Tail-Keywords wie „Fairtrade Kaffee kaufen“ oder „Stromverbrauch Elektroauto pro 100 km“ haben weniger Suchvolumen als einfache Keywords, aber auch weniger Konkurrenz. Aus diesem Grund sind sie Teil einer guten SEO-Strategie.

Integriere W-Fragen in Deiner Überschrift, dadurch finden Nutzer eine Antwort, ohne sich durch den ganzen Text scrollen zu müssen. Werkzeuge wie W-Fragentool finden W-Fragen für ein vorgegebenes Keyword.

Alternativ liefert auch Google Suggest Long Tail Keywords. Tippe einen Begriff ein, zum Beispiel „Autoindustrie“, vervollständigt ihn das Tool automatisch mit den meist gesuchten Long Tail Keywords zu diesem Thema, in diesem Fall „Autoindustrie Deutschland“ und „Autoindustrie Zukunft“.

4. Eine sinnvolle Struktur wählen

Der Google-Crawler orientiert sich entlang von Meta-Tags und Überschriften, um den Inhalt Deiner Seite analysieren zu können. Lange Absätze mit Fließtext kann der Crawler nur schwierig einordnen. Aber auch Menschen springen ab, wenn sie endlose Textblöcke ohne Struktur lesen würden.

Überschriften dienen Lesern und Suchmaschinen als Orientierung. Die Hauptüberschrift h1 soll nur einmal vorkommen. Ein neuer Aspekt innerhalb des Beitrags fängt idealerweise mit einer h2 Überschrift an, Unterthemen mit h3.Tiefer sollte Deine Struktur nur gehen, wenn es wirklich weitere Unterthemen gibt.

Inhaltsverzeichnisse mit Sprungmarken am Anfang eines Artikels sind ein weiterer Pluspunkt. Nicht nur haben Nutzer eine klare Übersicht und können schnell zum gewünschten Absatz wechseln. Auch die Suchmaschine kann den Artikel inhaltlich besser einordnen.

5. Bilder richtig benennen

Bilder beleben einen Blog, erzeugen Aufmerksamkeit und können dazu beitragen Texte verständlicher zu machen. Der Google-Crawler kann aber keine visuellen Reize wahrnehmen. Damit er mit Deine Bilder einordnen kann, müssen diese korrekt beschriftet sein.

Folgende Parameter sind wichtig:

  • Name – viele Blogger laden Bilder hoch mit Standardnamen wie z.B. Image0004.jpg. Das ist ein Fehler, denn die Suchmaschine kann einen solchen Namen nichts zuordnen. Bei Namen wie „Druckmessgeraet.jpg“ oder „Baukran.jpg“ ist dagegen klar, worum es geht.
  • Alt-Tags – Crawler suchen zuerst nach diesem Parameter, um den Bildinhalt zu erfassen. Ist dieser leer, taucht das Bild in Suchen nicht auf. Präzise Beschreibungen wie „Gasturbine im Betrieb“ oder „ERP Software Tools Zusammenfassung“ können dagegen das Ranking verbessern.

6. Wertvolle Links setzen

Als Corporate Blogger wünscht man sich wertvolle Backlinks. Die Wahrscheinlichkeit welche zu erhalten, erhöht sich mit dem Bekanntheitsgrad Deines Blogs. Wer verlinkt werden will, muss aber auch bereit sein zu verlinken. Jedoch gilt auch hier wie beim Einsatz von Keywords, „Klasse statt Masse“.

Hochwertige, externe Links sind ein Merkmal für Qualität. Natürlich sollten diese Links wohl überlegt sein und zum Blogthema passen. Schreibst Du über Marketing, bieten sich Links zu Studien und Umfragen von anderen bekannten Blogs oder seriösen Dienstleistern wie PwC oder McKinsey an. Im Bereich der erneuerbaren Energien kann z.B. ein Link (zu einer Studie) des Fraunhofer Instituts Deinen Blog wertvoller erscheinen lassen.

Auch interne Links erhöhen Deine Sichtbarkeit im Netz. Zum einen offerierst Du Nutzern relevante Vorschläge aus Deinen Beiträgen für den gleichen Themenbereich und hälst sie damit auf Deiner Seite. Zum anderen können Crawler Deine interne Struktur besser verstehen.

7. „Mobile First“ beachten

Seit Juli 2019 ist die Mobile-First Indexierung der Google-Standard. Das bedeutet, dass die Suchmaschine nur die mobile Version einer Seite bewertet und rankt.
Sowohl Ihren Corporate Blog als auch die ganze Webseite sollten Sie also auf mobile Geräte optimieren. Unter anderem sind diese Faktoren wichtig:

  • Page Speed – eine schnelle Seite benötigt auf dem Handy oder auf dem Tablet weniger als 3 Sekunden zum Laden. Top-Webseiten laden in unter einer Sekunde. Im Chrome User Experience Report veröffentlicht Google Daten und Vergleichswerte zu diesem Thema.
  • Metadaten – Meta-Title und Meta-Tags sollten bei der Desktop- und bei der mobilen Variante gleich sein.
  • Seitentiefe – auch mobile Nutzer sollten sich nicht ewig durch verschachtelte Strukturen klicken, um einen Inhalt zu erreichen.
  • Die XML-Mappe der mobilen Seite sollte der Google Search Console vorliegen. Damit hat der Crawler einen besseren Überblick der Struktur.

8. Alte Blog-Posts updaten

Läufst Du an einem Schaufenster vorbei und siehst nur staubige Kleidung im Fenster, betrittst Du den Laden vermutlich nicht. Dasselbe passiert mit Deinem Corporate Blog, wenn Nutzer überwiegend veraltete Inhalte finden.
Google selber verwendet die sogenannte Query Deserved Freshness (QDF) als Ranking-Parameter. Das bedeutet, dass aktuelle Posts zu einem bestimmten Thema eine bessere Bewertung bekommen.

Es lohnt sich also, ältere Inhalte ab und an zu aktualisieren. Schreibe zum Beispiel über die Automatisierung in der Industrie, dabei kann eine neu erschienene Studie der Anlass dazu sein, einen zwei Jahre alten Beitrag neu zu veröffentlichen. Wenn Du über rechtliche Themen postest, solltest Du bei einem neuen Gesetz ältere Artikel zum Thema updaten.

9. Web Vitals Parameter berücksichtigen

Im Mai 2020 kündigte Google einen neuen Rankingfaktor namens Web Vitals an, der die Nutzererfahrung in den Mittelpunkt stellt. Jeder Parameter innerhalb von Web Vitals berücksichtigt einen Aspekt davon. Zu den wichtigsten zählen Ladezeit, Interaktivität und visuelle Stabilität.

Konkret bedeutet das für Deinen Corporate Blog:

  • Deine Bilder sollten schnell laden
  • Interaktive Elemente wie Buttons sollten schnell reagieren
  • Die Seite sollte beim Scrollen nicht flackern.

Diese neuen Kriterien bedeuten nicht, dass die alten Page-Experience Faktoren wie mobile Optimierung und sichere Verbindung keine Rolle mehr spielen. Viel mehr tragen sie, zusammen mit den Web Vitals Parametern, zum Ranking bei.

10. Content, Content, Content!

Die beste SEO-Strategie bringt wenig, wenn der Inhalt Deines Blogs langweilig erscheint oder für die Zielgruppe nicht relevant ist. Zum einen ist der Google-Algorithmus schon lange nicht mehr ausschließlich von SEO-Parametern abhängig. Zum anderen beschäftigt Google sogenannte Quality-Rater. Das sind Menschen, die die Qualität von Webseiten „manuell“ bewerten. Was noch wichtiger ist: Je spannender und aktueller der Inhalt Deines Blog-Posts, desto mehr Besucher werden auf Deinen Blog aufmerksam. Google wird die höhere Besucheranzahl berücksichtigen, Dein Ranking steigt.

Über Monate in guten Content zu investieren ist mühsam, zahlt sich aber aus. Beachtest Du dabei auch die anderen Punkte aus diesem Artikel, wird Dein Corporate Blog an Sichtbarkeit gewinnen.

Über den Autor:
Sebastian Weidner ist Co-Founder und Geschäftsführer der Hamburger SEO- und Content Marketing Agentur Rankingdocs GmbH. Rankingdocs hilft Unternehmen dabei, ihre digitale Sichtbarkeit zu steigern und mehr zielgruppenrelevanten Traffic über Google zu generieren.
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