Archiv (nach Monat): Aug 2016

Zustellbarkeit

Spamtraps identifizieren und loswerden.

Spamtraps identifizieren und beseitigen

Wer als Newsletterversender nicht aufpasst, fängt sich schnell sogenannte Spamtraps („Spamfallen“) ein – und riskiert so Zustellprobleme für den gesamten Verteiler.
Spamtraps sind E-Mail-Adressen, die keiner realen Person zugeordnet sind, sondern von Blacklistbetreibern in den Umlauf gebracht werden, um Spamversender ausfindig zu machen.

Wie funktionieren Spamtraps?

Die Blacklistbetreiber wissen, dass keine seriösen E-Mails an eine Spamtrap-Adresse gerichtet sein dürften. Im Umkehrschluss bedeutet das: Versender gelten als Spammer. Und dann wird der entsprechende Versandserver bzw. die zugehörige IP-Nummer für ein paar Tage oder Wochen in eine schwarze Liste eingetragen, welche Spamfilter als wichtige Infoquelle dient.

 

Wie gelangen Spamtraps in den eigenen Verteiler?

Der häufigste Grund für die „Verseuchung“ des eigenen Adressverteilers ist der Ankauf von E-Mail-Adressen, welche auf unseriöse Weise generiert wurden. Es ist aber auch möglich, dass der Versender seine Kontaktdatenbank über viele Jahre generisch aufgebaut hat, dabei aber eine ausreichende Listenhygiene vermied. Inaktive Uralt-Adressen können nämlich durchaus eines Tages zu einer Spamtrap werden.

Woran erkenne ich, ob ich selbst von Spamtraps befallen bin?

Behalten Sie stets die Logdateien Ihrer Mailserver im Auge! Selbst dann, wenn Ihre Klicks- und Öffnungsraten gut aussehen. Auffällig sind z.B. solche Rückmeldungen des Empfängerservers: blacklisted at […]

 

Wie werde ich Spamtraps wieder los?

Das Identifizieren von Spamtraps ist leider alles andere als einfach, denn die Adressen sehen völlig normal aus. Gehen Sie am besten wie folgt vor:

  1. Erstellen Sie eine spezielle Liste, in der alle potentiellen Spamtraps enthalten sind. Definitiv gültige, bekannte oder aktive Kontakte lassen Sie außen vor!
  2. Splitten Sie die neue Liste in Unterlisten!
  3. Führen Sie für jede Unterliste einen Versand durch und prüfen zeitgleich, ob es einen Spamtrap-Einschlag gab. Nutzen Sie hierfür aber eine separate Maschine mit einer dedizierten IP-Nummer!
  4. Wiederholen Sie Schritt 2 und 3, um Spamtraps weiter einzugrenzen!
  5. Löschen Sie auffällige Adressen!

Wie verhindere ich, dass Spamtraps in den eigenen Adressverteiler gelangen?

Sie als Versender können dieses Dilemma nicht gänzlich auflösen. Aber es gibt ein paar sinnvolle Maßnahmen, um die Aufnahme von Spamtraps auf ein Minimum zu reduzieren:

  1. Zum einen sollten Sie ausschließlich auf das Double-Opt-in-Verfahren setzen, um Adressen zu generieren. Ggf. macht es dabei Sinn, die Opt-in-E-Mail über einen speziellen Mailserver zu versenden. Denn böse Menschen könnten sich rein theoretisch explizit mit einer Spamtrap-E-Mail anmelden.
  2. Darüber hinaus sollten Sie Hard Bounces regelmäßig löschen und zusätzlich vielleicht in Ihre interne Ausschlussliste eintragen.
  3. Reaktivieren Sie hin und wieder Kontakte, von denen Sie länger nichts gehört haben. Dazu können Sie diese z.B. auffordern, ihr Opt-in per Klick auf einen Link explizit zu verlängern.
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Mobile

„Mobile first“ auch beim Content

Newsletter Content

Rund 88 mal am Tag schaltet ein Smartphonebesitzer sein Handy ein – davon 35 mal nur, um nach der Uhrzeit oder eingegangenen Nachrichten zu schauen. (Quelle: www.faz.net)
Nachrichten werden also deutlich regelmäßiger und zeitnaher wahrgenommen. Die Kehrseite der Medaille: Für das Wahrnehmen wird weniger Zeit investiert. Zu groß ist die Ablenkung – also die Konkurrenz anderer Reize.

Entsprechend hoch ist heutzutage in vielen Newsletter-Verteilern der anteil mobiler Nutzer – manchmal über 50%. Aber was nützt dem Smartphone-Besitzer eine gut lesbare, respopnsive E-Mail, wenn sich Content und Umfang weiterhin an den traditionellen PC-User orientieren? Wenig – denn die Masse erschlägt viele Empfänger. Abgesehen davon sind Ladezeiten zu lang oder E-Mail werden vom Client automatisch verkürzt, was nicht immer schön aussieht.

Mein Tipp der Woche: Betrachten Sie das Mantra „Mobile first“ auch im Bezug auf Content!
Texte und Dialoge werden folglich zunächst für den mobilen User optimiert. Vom Betreff, dem Preheader, den Headlines, der Copy bis hin zu den CTAs. Nicht zu vergessen natürlich die Landing Pages bzw. der Shop.

Bislang sah das so aus, dass man Texte für mobile Empfänger einfach am Ende abgeschnitten hat. Besser finde ich den Ansatz, jeden einzelnen Satz und Absatz auf das Wesentliche zu kürzen. Immer wichtiger wird dabei der Blick auf das anvisierte Reaktionsziel. Alles, was diesem nicht dient, gehört aus der „mobilen E-Mail“ verbannt.

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Mobile

Responsive Landing Pages einrichten.

Mobile Marketing

Was nützen responsive Newsletter, wenn die Landing Pages auf mobilen Endgeräten unlesbar sind? Sehr wenig! Schlimmer noch: Die Benutzererfahrung ist nicht erwartungskonform und wirft somit ein negatives Licht auf den Versender.

Mein Tipp: Stellen Sie spezielle Landing Pages bereit, die der Wunschreaktion dienen. Mit dem Ziel, dass der CTA auch auf mobil gut nachgekommen werden kann. Dazu gehört ggf. auch ein responsives und knapp gehaltendes Webformular. Sofern Ihre Website die technischen Voraussetzungen (noch) nicht erfüllt, nutzen Sie zum Beispiel WordPress für die Bereitstellung von Landing Pages. Der Aufwand ist überschaubar. Hier ein paar geeignete Plugins.

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Conversions

Newsletter-Verteiler mit einfachen Mitteln segmentieren.

Newsletter-Verteiler segmentieren

Umfassende Segmentierung, vollständige Personalisierung, Anbindung an Big Data – so bekommt man mehr Relevanz und folglich bessere Klick- und Konversionsraten. Doch es muss nicht immer gleich alles perfekt sein. Gemäß der 80/20-Regel ist auch mit wenig Aufwand und Bordmitteln viel zu erreichen.

Mein Tipp der Woche: Splitten Sie Ihren Verteiler auf –zwei oder drei Zielgruppen, welche Sie zukünftig mit spezifischeren Inhalten versorgen. Der Aufwand ist überschaubar – die Wirkung groß.

Zum Beispiel

  • Kunden / Nicht-Kunden
  • Viel-Käufer / Wenig-Käufer
  • Viel-Klicker / Wenig-Klicker
  • Produktgruppe A / Produktgruppe B

Ihr Vorteil dieser Minimal-Segmentierung: Sie benötigen relativ wenige Daten – können also quasi sofort beginnen. Typische Probleme wie mangelnde Datenqualität, fehlende Schnittstellen oder dezentrale Systeme können Ihnen erst mal weitgehend egal sein.

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