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Der optimale Aufbau eines Blogartikels

Aufbau eines Blogartikels

Warum springen so viele Besucher eines Blogartikels wieder ab? Das hat in 90% aller Fälle diesen einen Grund:
Sie finden nicht auf Anhieb dass, wonach sie suchen.

In manchen Fällen liegen die Besucher bestimmt richtig. Jeder rutscht mal von der Maus ab und landet jenseits aller vorstellbaren Interessengebiete. Meistens liegt es jedoch an unzureichender Präsentation der eigenen Inhalte, wenn ein Besucher irritiert wieder das Weite sucht. Daher ist es sinnvoll, sich als Blogautor einmal mit dem optimalen Aufbau eines Blogartikels zu beschäftigen.

Arten von Blogartikeln

Da Blogartikel sich inhaltlich stark unterscheiden, hier vorab eine Übersicht der wichtigsten Blogartikel-Arten.

  1. Know-how: Erläuterungen zu Fachbegriffen und Themenkomplexen
  2. Anleitungen und Checklisten: Praktische Tipps zur Lösung eines konkreten Problems
  3. Fallbeispiele
  4. News
  5. Interviews
  6. Listen und Rankings (z.B. Vorstellung von Bloggern, Produkten oder Städten)
  7. Produkttests: Vorstellung und Bewertung von Produkten inkl. Büchern, Service-Hotlines etc.
  8. Kommentare: Eigene Meinung zu einem bestimmten Thema

Es liegt in der Natur der Sache, dass der Aufbau eines Artikels sich abhängig von der Artikel-Art unterscheiden kann. Vom Grundsatz her ist der Aufbau jedoch immer identisch.

Ziel eines Blogartikels

Ein Blogartikel hat eine einzige Aufgabe: Den Leser bei der Lösung eines Problems bzw. der Beantwortung einer Frage behilflich zu sein. Das Problem ist, dass die menschliche Informationsverarbeitung zahlreichen Hürden unterliegt.

Informationsverarbeitung

So ist zum Beispiel die Aufmerksamkeitsspanne oft nur wenige Sekunden lang. Darüber hinaus werden Informationen individuell sehr unterschiedlich interpretiert. Auch die Schlussfolgerungen können sehr unterschiedlich sein.

Leserverhalten im digitalen Zeitalter

Unser Leseverhalten ist online anders als offline. Für ein Buch nehmen wir uns eine Tasse Tee und ausreichend Zeit. Am PC, Tablet oder Smartphone werden Inhalte von uns eher gescannt als gelesen. Man überfliegt Absätze, liest nur den Beginn eines Absatzes und springt dann wieder an den Anfang. Unser Leseverhalten jenseits unserer Freizeit ist von Zeitdruck und Ablenkung geprägt.

Die Verpackung entscheidet

Kennst Du das Phänomen aus dem Supermarkt? Nicht der Inhalt von Waren ruft nach Aufmerksamkeit, sondern deren Verpackung. Wir haben für Dich fünf Schritte erfasst, mit denen Dein Blogartikel zu einem strukturierten Meisterwerk wird.

So gelingt Dir der richtige Aufbau eines Blogartikel

1) Die Überschrift

Kurz! Direkt! Auf den Punkt gebracht! Die Überschrift ist oft das Erste und Einzige, was der Leser von Deinem Blogartikel liest. Daher musst Du mit einer gekonnten Formulierung dafür sorgen, dass der Leser neugierig wird und weiterlesen will.

Dabei sollte die Überschrift auf die Frage- bzw. Problemstellung des Lesers aufgreifen. Und zwar in wenigen, verständlichen Worten.

Bonus-Tipp

Formuliere Deine Überschrift am besten erst ganz zum Schluss aus.

Du benötigst einen kreativen Anschub? Anbei ein paar mögliche Vorlagen, Deinen Titel spannend zu formulieren:

  • Top 10…
  • Gewusst wie…
  • Das Geheimnis von …
  • Wie man …
  • So erreichen Sie …
  • In 5 Schritten zu …
  • 10 Gründe für …
  • Ein einfacher Weg …
  • 5 Tipps um …
  • Warum Sie …
  • Im Test: …
  • 5 Gründe…
  • Die Wahrheit über …

Achtung

Vermeide unbedingt Clickbaiting, also reißerischen Überschriften, die Leser am Ende nur enttäuschen.
Mit einer ehrlichen Überschrift gibst du dem potenziellen Leser ein Versprechen. Welchen Mehrwert bekommt er, wenn er Ihren Artikel liest? Welches Problem wird gelöst?

2) Die Einleitung

Viele Autoren machen den Fehler und schenken der Einleitung zu wenig Aufmerksamkeit. Dabei ist diese maßgeblich für dafür verantwortlich, dass viele Leser sofort wieder abspringen. Das Ziel der Einleitung muss es sein, die Neugierde des Lesers zu wecken und ihm eine Vorstellung zu geben, was ihn in den nächsten Minuten erwartet.

Es ist fast eine Kunst, eine mitreißende Einleitung zu schreiben. Gut geeignet sind kleine Geschichten, überraschende Zitate und Sprichwörter.

3) Der Hauptteil

Du hast ca. sieben Minuten Zeit Deinen Lesern alle nötigen Informationen mitzuteilen. Warum ist das so? Im Durchschnitt werden ca. 200-250 Wörter in der Minute gelesen. Das macht bei einer Aufmerksamkeitsspanne von ca. sieben Minuten 1400-1750 Wörter und entspricht somit einer optimalen Textlänge.
Quelle: Die perfekte Textlänge für jedes Format 

Optimale Länge eines Blogartikels

Im Durchschnitt werden Seiten mit mehr Inhalt in den Suchmaschinen höher gerankt, als mit weniger Inhalt. Hier entspricht die optimale Länge eine Wortanzahl von bis zu 2450 Wörtern.

Absätze, Zwischenüberschriften, Aufzählungen und Listen
Endlose Textwüsten wirken abschreckend und schnell ermüdend. Achte folglich darauf, dass kein Absatz länger als 4-5 Zeilen bzw. Sätze lang ist. Nutze Zwischenüberschriften und visuelle Elemente (siehe Punkt 4), um eine einfache Orientierung im Hauptteil zu ermöglichen. Auch Listen, Aufzählungen, Beispiele und Zitat-Boxen tragen dazu bei, Deinen Artikel zu gliedern und das Scannen des Textes zu erleichtern.

4) Visuelle Elemente

Du hast Deinen Blogartikel fertig geschrieben doch er sieht irgendwie langweilig aus? Locker ihn doch einfach auf. Mit Bildern, Infografiken oder Videos wird nicht nur die Qualität des Inhalts aufgewertet, Du sorgst gleichzeitig für reichlich Abwechslung beim Lesen.

Die visuellen Elemente sind das A und O, damit Inhalte besser und schneller aufgenommen und verarbeitet werden können. Es ist selbsterklärend, dass diese unbedingt zum Thema des Textes passen und ihn untermalen. Außerdem wecken anschauliche Beiträge nicht nur beim Leser Deines Blogs das Interesse, auch in Sozialen Netzwerken werden sie häufiger geteilt. Grund genug, oder?

Content mit Struktur

5) Das Fazit

Neben einer guten Einleitung ist es enorm wichtig, einen runden Abschluss zu finden, in dem die Kernaussage des Beitrages noch einmal knackig zusammengefasst wird. Versuche Deinen Artikel mit einer Frage oder Aufforderung zu beenden.

6) Call-to-Action (CTA)

Der Vorteil an Online-Medien ist deren Interaktivität. Wer mit großem Aufwand Content produziert, vergibt beim Verzicht auf Reaktionsmöglichkeiten wertvolle Chancen. Daher darf ein Call-to-Action in keinem Artikel fehlen. Animiere die Leser, ergänzende Artikel zu lesen oder Deinen Newsletter zu abonnieren. Wichtig ist, dass die Handlungsaufforderungen gut sichtbar platziert werden.

Erfolgsgeheimnis: Textstruktur - wie ein gelungener Artikel aussieht

Bonus-Tipp

Im Prinzip lässt sich jeder Artikel-Bestandteile einer Phase des berühmten AIDA-Modells zuordnen. Mit der Überschrift will man Aufmerksamkeit erzielen, beim Intro geht es um das Wecken von Interesse und so weiter. Oft ist eine eindeutige Zuordnung nicht möglich. Wichtiger ist jedoch eh, dass alle Phasen abgedeckt werden – und zwar in der korrekten Reihenfolge.

Fazit

Wenn Du es schaffst, die Aufmerksamkeit der Lesers auf Deinen Artikel zu lenken, ist noch nichts gewonnen. Miserabel strukturierter Texte schrecken ab. Sofern wesentliche Bestandteile wie das Intro fehlen oder falsch eingesetzt werden, ist der Leser in Nu wieder weg. Achte daher stets auf eine gute Struktur! Egal, was für eine Art von Blogartikel Du veröffentlichst. Tobe Dich dabei ruhig aus und verleihe Deinem Artikel die optische Würze.

Nicht zu vergessen: Interessante Themen und guter Inhalt sind natürlich ein Muss für Deinen Erfolg! Die beste Verpackung kann miserablen Inhalt niemals retten.

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