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Schreiben mit System: 5 Schritte für einen strukturierten Blogartikel

Blogartikel mit struktur

Liest Du Blogartikel auch oft nicht ganz bis zum Ende? Woran liegt das?
In fast allen Fällen ist (mindestens) eine der folgenden Ursachen dafür verantwortlich:

Antwort A: Du hast Dir angewöhnt, Artikel nur noch zu „scannen“?
Antwort B: Der ausgewählte Artikel ist schlicht zu langweilig.

Unser Leseverhalten ist online anders als offline. Für ein Buch nehmen wir uns eine Tasse Tee und ausreichend Zeit. Am PC, Tablet oder Smartphone werden Inhalte eher gescannt als gelesen. Du möchtest schnellstmöglich an die gesuchten Informationen gelangen (am besten innerhalb der ersten acht Sekunden). Man überfliegt Seiten, liest nur den ersten Absatz und springt dann direkt zu Textstellen die einen wirklich interessieren. Unser Leseverhalten im Alltag (vor allem Online) ist von Hektik und Ablenkung geprägt.

Die Frage ist, wie können wir den genannten Ursachen entgegentreten?

Kennst Du das Phänomen aus dem Supermarkt? Oftmals schreit nicht der Inhalt nach Aufmerksamkeit, sondern die Verpackung. Wir haben für Dich fünf Schritte erfasst, mit denen Dein Blogartikel zu einem strukturierten Meisterwerk wird.

Die 5 Schritte zu einem strukturierten Blogartikel:

1) Der Titel

Kurz! Direkt! Auf den Punkt gebracht!
Ob in den Suchergebnissen, als Link von Google, in RSS Feeds oder auf sozialen Plattformen: Der Titel ist das Erste und manchmal Einzige was der Leser von Deinem Blogartikel liest. Erschlagen von Werbung und Banner, muss an dieser Stelle die Aufmerksamkeit des Besuchers eingefangen werden.

Der Titel muss auf die Bedürfnisse oder Pains der Leser eingehen und dabei die Neugierde wecken. Falls das in etwa 8-10 Worten nicht möglich ist, ergänze die Überschrift mit einem kurzen Teaser.

–> Tipp: Die Überschrift am besten erst ganz zum Schluss ausformulieren.

Achtung! Clickbaits, reißerischen Überschriften, die nicht halten, was sie versprechen sorgen schnell für Enttäuschung.
Mit einer ehrlichen Überschrift gibst du dem potenziellen Leser ein Versprechen. Welchen Mehrwert bekommt er, wenn er Ihren Artikel liest? Welches Problem wird gelöst?

Der richtige Titel für die Suchmaschinenoptimierung

Zwar sollte das Haupt-Keyword (am besten an erster Stelle) in der Überschrift (H1) enthalten sein, es hat aber kaum Auswirkungen auf ein besseres Ranking.
Da der Titel jedoch in den Google-Suchergebnissen erscheint, empfehlen wir, sich an das 70-Zeichen-Limit zu halten. Nur so wird der gesamte Titel angezeigt.
Diese Zeichenanzahl ist auch für einen Tweet kurz genug und kann von Twitter-Usern einfach übernommen werden.

Du benötigst einen kreativen Anschub? Anbei ein paar mögliche Vorlagen, Deinen Titel spannend zu formulieren:

  • Top 10…
  • Gewusst wie…
  • Das Geheimnis von …
  • Wie man …
  • So erreichen Sie …
  • In 5 Schritten zu …
  • 10 Gründe für …
  • Ein einfacher Weg …
  • 5 Tipps um …
  • Warum Sie …
  • Im Test: …
  • 5 Gründe…
  • Die Wahrheit über …

2) Die Einleitung

Aller Anfang ist schwer…
Alle Struktur-Elemente Deines Beitrags haben ein Ziel: Der erste Satz muss gelesen werden!
Er dient als Wegweiser und führt die Leser direkt zum Herzstück Deines Artikels.
Versuche den Leser zum Weiterlesen zu animieren.
Wie wäre es mit einer Schlagzeile die ins Auge springt?
Oder ein passendes Zitat?
Viele machen den Fehler und schenken dem Part Ihres Beitrags zu wenig Aufmerksamkeit. Dabei ist hier der Zeitpunkt gekommen, die Neugierde des Lesers zu wecken und ihm eine Vorstellung zu geben, was ihn in den nächsten Minuten erwartet.

3) Der Hauptteil

Du hast ca. sieben Minuten Zeit Deinen Lesern alle nötigen Informationen mitzuteilen. Warum ist das so? Im Durchschnitt werden ca. 200-250 Wörter in der Minute gelesen. Das macht bei einer Aufmerksamkeitsspanne von ca. sieben Minuten 1400-1750 Wörter und entspricht somit einer optimalen Textlänge.
(Quelle: Die perfekte Textlänge für jedes Format

Erfolgsgeheimnis: Textstruktur - wie ein gelungener Artikel aussieht

Im Durchschnitt werden Seiten mit mehr Inhalt in den Suchmaschinen höher gerankt, als mit weniger Inhalt. Hier entspricht die optimale Länge eine Wortanzahl von bis zu 2450 Wörtern.

Zwischenüberschriften

Achte auf Dein eigenes Leseverhalten. Wir scannen Artikel zunächst, bevor wir uns entscheiden, weiterzulesen. Lange Textwüsten wirken schnell abschreckend und ermüdend. Da können Zwischenüberschriften im Hauptteil schnell als Orientierungshilfe dienen. Auch Aufzählungen und fett markierte Begriffe sind beliebte Werkzeuge, um Deinen Artikel zu gliedern und das Scannen des Textes zu erleichtern.

4) Visuelle Elemente

Du hast Deinen Blogartikel fertig geschrieben doch er sieht irgendwie langweilig aus? Locker ihn doch einfach auf. Mit Bildern, Infografiken oder Videos wird nicht nur die Qualität des Inhalts aufgewertet, Du sorgst gleichzeitig für reichlich Abwechslung beim Lesen.

Die visuellen Elemente sind das A und O, damit Inhalte besser und schneller aufgenommen und verarbeitet werden können. Es ist selbsterklärend, dass diese unbedingt zum Thema des Textes passen und ihn untermalen. Außerdem wecken anschauliche Beiträge nicht nur beim Leser Deines Blogs das Interesse, auch in Sozialen Netzwerken werden sie häufiger geteilt. Grund genug, oder?

Anbei haben wir für sie die einzelnen Bausteine des Blogartikels nochmals veranschaulicht.

Schreiben mit System: 5 Schritte für einen strukturierten Blogartikel

 

5) Das Fazit

Neben einer guten Einleitung ist es enorm wichtig, einen runden Abschluss zu finden, in dem die Kernaussage des Beitrages noch einmal knackig zusammengefasst wird. Versuche Deinen Artikel mit einer Frage oder Aufforderung zu beenden. So kannst Du die Konversation im Kommentarbereich einleiten. Frage nach Meinungen oder weise auf weiterführende Blogartikel hin. Eine Handlungsaufforderung kann mehr Traffic auf Ihren Blog generieren.

Call-to-Action (CTA)

Der Vorteil an Online-Medien ist deren Interaktivität. Wer mit großem Aufwand Content produziert, vergibt beim Verzicht auf Reaktionsmöglichkeiten wertvolle Chancen. Daher darf ein Call-to-Action in keinem Artikel fehlen.

Animiere die Leser, ergänzende Artikel zu lesen oder Deinen Newsletter zu abonnieren. Wichtig ist, dass die Handlungsaufforderungen gut sichtbar platziert werden – Aber nie mehr als zwei oder drei!

Erfolgsgeheimnis: Textstruktur - wie ein gelungener Artikel aussieht


Artikel mit mehr Inhalt werden deutlich häufiger geteilt.

Bonus-Tipp

Im Prinzip lässt sich jeder Artikel-Bestandteile einer Phase des berühmten AIDA-Modells zuordnen. Mit der Überschrift will man Aufmerksamkeit erzielen, beim Intro geht es um das Wecken von Interesse und so weiter. Oft ist eine eindeutige Zuordnung nicht möglich. Wichtiger ist jedoch eh, dass alle Phasen angedeckt werden – und zwar in der korrekten Reihenfolge.

Wenn Sie es schaffen, die Aufmerksamkeit der Lesers auf Ihren Artikel zu lenken, ist noch nichts gewonnen. Miserabel strukturierter Text ohne richtigen Anfang und Ende schreckt ab. Sofern wesentliche Bestandteile wie das Intro fehlen oder falsch eingesetzt werden, ist der Leser schnell wieder weg. Achten Sie daher stets auf eine gute Struktur!

Unser Fazit

Ziel ist es, nicht nur den Leser anzulocken sondern vor allem zu halten. Miserabel strukturierter Text ohne richtigen Anfang und Ende schreckt ab.
Er muss klar gegliedert und anschaulich gestaltet sein. Das Grundgerüst: Einleitung – Hauptteil – Schluss solltest Du auf keinen Fall aus den Augen verlieren. Fehlen bestimmte Bestandteile, ist der Leser schnell wieder weg. Beim Aufbau des Hauptteils hast du wie oben beschrieben viele verschiedene, visuelle Gestaltungsmöglichkeiten.
Tobe Dich aus und verleihen Deinem Beitrag die optische Würze.

Nicht zu vergessen: Interessante Themen und guter Inhalt sind natürlich ein Muss für Deinen Erfolg!



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