Content-Marketing

Ideen für Dein Content-Marketing finden in 3 Schritten

Content-Themen finden

Der allgegenwärtige Hunger nach Informationen ist der Kraftstoff für Dein Content-Marketing. Deine Aufgabe ist es, mit ausgewählten Inhalten potenziellen Kunden einen Mehrwert zu bieten. Enttäuscht Du sie, geht der Schuss nach hinten los.

Wir zeigen Dir, wie Du die Wünsche Deiner Zielgruppe identifizierst und die richtigen Content-Themen findest.

Die Situation

Das Netz ist voll mit hochwertigen Content. Es bedarf nur zwei oder drei Klicks und man findet zu den exotischsten Themen professionelle Fachartikel, Podcasts und Videos. Wozu dann noch selbst Content anbieten? Eine erstmal berechtigte Frage. Meet-too-Content ist überflüssig und Vergeudung von Ressourcen.

Mache Dir zunächst mal bewusst, dass die Qualität von Content stets aus der Perspektive der angesprochenen Zielgruppe betrachtet werden muss. Jeder Mensch hat abhängig von seinem Vorwissen und seinen beruflichen Umfeld unterschiedliche Anforderungen und Erwartungen an Inhalte. Vor allem im Bezug auf:

  • Fachliche Tiefe
  • Nutzung von Fachtermini
  • Layout und Design
  • Aktualität
  • Vertrauenswürdigkeit

Das bedeutet für Dich: Lass Dich nicht einschüchtern über die Unmengen an existierenden Content. Nicht Masse zählt, sondern Klasse. So findest Du tolle Content-Themen in 3 Schritten:

Schritt #1: Deine Nische finden

Wie finden wir heraus, welcher Content sowohl zu meiner Marke passt, als auch wirklich die Kunden interessiert? Was Du suchst, nennt sich im Fachjargon “Sweet Spot”.

Was genau ist der Sweet Spot?

Der Sweet Spot ist die Antwort auf die Frage, über was Du schreiben solltest bzw. möchtest. Bevor Du z.B. einen Corporate Blog startest, sollte die inhaltliche Ausrichtung gut durchdacht sein. Wie bei einer Marke muss klar sein, wofür der Blog steht.

Den Begriff “Sweet Spot” hat der Gründer des Content Marketing Instituts (CMI), Joe Pulizzi, ein Vorreiter des modernen Content-Marketing-Gedankens, geprägt.

“Most of the content marketing examples we see are general and not helpful. In that case, it would be better not to create any content at all.” (Joe Pulizzi)

Gemeint ist die Schnittstelle zwischen dem eigentlichen Kompetenzbereich des Unternehmens und der eigenen Passion. Also ein Thema, von dem Dein Unternehmen glaubt, dass es für die Gesellschaft von großem Wert bzw. für die Zielgruppe von Bedeutung ist und Dir gleichzeitig Freude bereitet.

Sweet Spot im Content-Marketing

Die Ermittlung Deines Sweet Spots

Um Deinen persönlichen Sweet Spot festlegen zu können, solltest Du bereits über fundierte Kenntnisse über Deine Zielgruppe verfügen. Ebenso sollten Dir die Ziele, die Du mit Deinem Content-Marketing erreichen möchtest, bewusst sein.

Stelle Dir folgende drei Fragen:

I. Informationsbedarf unserer Kunden

Was braucht Dein potenzieller Kunde?
Welche Inhalte könnten ihm noch fehlen? Welche werden gewünscht, um Dein Produkt oder Deine Dienstleistung besser nutzen oder ausüben zu können?

Dir als Unternehmen sollte zunächst klar sein, dass die Zielgruppe in erster Linie nicht direkt nach dem Produkt sucht, sondern nach Lösungen zu ihrem Problem.

Überlege, was ihre Herausforderungen im Alltag sind und welche Informationen ihnen helfen könnten, ihre Arbeit besser zu erledigen. Um das herauszufinden, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Hier ein paar Anregungen:

  • Frage Deine Kunden direkt
  • Setze Dich mit den Kollegen und Kolleginnen aus dem Kundendienst zusammen
  • Beobachte Diskussionen in Sozialen Medien und Foren
  • Führe eine Keyword-Analyse durch

II. Die eigene Expertise

Welches Themenspektrum kannst Du intern abdecken? Womit kannst Du den größten Mehrwert liefern?

Beachte dabei, dass es sicherlich Themenfelder gibt, über die bereits häufig berichtet wurde. Denen solltest Du nicht all zu viel Aufmerksamkeit widmen. Gerade bei begrenzten Ressourcen ist es wichtig, sich zu fokussieren. Werde Dir Deiner Stärken bewusst!

III. Relevanz für Dein Produkt

Steht das gewählte Thema unmittelbar mit Deinem Produkt in Verbindung?

Achte aber darauf, Deine Blogbeiträge nicht mit Produktfeatures und werblichen Botschaften voll zu müllen. Da geht der echte Mehrwert für den Kunden, um den es in deinem Content-Marketing ja eigentlich geht, schnell verloren.

Schritt #2: Kernthemen bestimmen

Hast Du alle Fragen erfolgreich beantwortet, stehst Du idealer Weise vor einer Auswahl an inhaltlich passenden Themen. Nun geht es darum, den Schwerpunkt zu finden.

Bewerte hierfür Deine Themen nach Potenzial:

  • Welche Themen lassen sich mit geringem Aufwand schnell umsetzen?
  • Wo herrscht hoher Wettbewerbsdruck?
  • Gibt es ein Nischenthemen?
  • Was sind aktuelle Trendthemen?
  • Welcher Content kann gut geteilt werden?

Schritt #3: Content-Themen ableiten

Gehe im dritten Schritt analytisch vor und nutze am besten eine Mindmap:

Topic Cluster Beispiel

Sammle zu jedem Punkt Deines Topic Clusters typische Kundenfragen und -probleme. Du kannst hier wieder vorgehen wie in Schritt #1. Bei der Recherche nach typischen Kundenfragen helfen jedoch auch Keyword-Tools wie der Google Keyword-Planer oder das kostenlose Tool keyword.io. Gute Ergebnisse liefert aber auch Google Suggest, also die Autovervollständigung der Google-Suche:

Content-Marketing & SEO

Auch ein Blick in andere Blogs und in Fachzeitschriften kann wertvolle Inspirationen liefern.

Fazit

Content-Themen finden ist nicht schwer, wenn man einigermaßen kreativ ist. Prinzipiell empfehlen wir eine strukturierte Vorgehensweise, denn sie stellt ein Stück weit sicher, dass wir uns an den konkreten Problemen und Fragen der Kunden orientieren. Vor allem aber erlaubt diese Vorgehensweise, auch mal auf die Schnelle Content-Themen zu finden, die voll ins Schwarze treffen.

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1 Kommentar
  • Jens Gustavson Jul 14,2019 von 19:30

    Danke für diese Anleitung. Ich glaube, viele Autoren überspringen den ersten Schritt, verlieren dann später ihren Fokus und schreiben zu Themen, für die sie gar nicht „brennen“.

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