Content-Marketing

Content-Marketing & SEO: Die richtige Mixtur für mehr Traffic

Content-Marketing & SEO

Tatsächlich sind Content-Marketing und SEO zwei Paar Schuhe. Beide Disziplinen funktionieren wunderbar unabhängig voneinander. In der Kombination sind sie jedoch viel mehr als bloß die Summe ihrer Bestandteile.

Eine wichtige Voraussetzung ist natürlich, dass sich der Content auf Eurer eigenen Website bzw. im eigenen Blog befindet (Owned Media). Nur dann hilft dieser Euch, im Ranking ganz nach oben zu rutschen. Aktives SEO ist jedoch notwendig, um den generischen Traffic zu einer spürbaren Traffic-Quelle zu machen.

Die Mischung macht’s – Die richtige Mixtur für mehr Traffic

Content-Marketing und SEO

Keywords ermitteln

Jedes Content Asset sollte auf genau eine konkrete Keyword-Phrase ausgerichtet sein. Umgekehrt gilt dasselbe: Für alle wichtigen Keyword-Phrasen sollte es genau einen Artikel geben. Aber welches sind die wichtigen Keywords, welche User am häufigsten verwenden?

Bei der Suche helfen Keyword-Tools wie der Google Keyword-Planer oder das kostenlose Tool keyword.io. Gute Ergebnisse liefert aber auch Google Suggest, also die Autovervollständigung der Google-Suche:

Content-Marketing & SEO

Basis sind prinzipiell die gewählten Themenschwerpunkte, welche auch in Deiner Content-Marketing-Strategie beschrieben werden. Ausgehend von diesen lässt sich jeweils ein Content Cluster wie in dieser Skizze ableiten:

Aufbau Topic Cluster

Artikel auch für Synonyme schreiben

Denk daran, dass es auch für Fachbegriffe oftmals Synonyme gibt. Keyword-Tools liefern Dir diese leider nicht immer. Hier ist Deine Expertise gefragt. Oder aber Du durchstöberst Foren, Social Media Kanäle und die Webseiten Deiner Wettbewerber.

Infografiken und Videos

Suchmaschinen mögen Artikel, die reichlich bebildert sind. Da es Dein Ziel sein sollte, User möglichst lange auf Deiner Website zu halten, sollten Grafiken, Bilder und Videos natürlich relevant sein. Nutze diese, um Textinhalte aufzulockern und inhaltlich zu ergänzen.

Noch ein Tipp: Verwende die wichtigen Keywords auch in den Dateinamen der Grafiken. Das vergrößert Deine Chance, Traffic über die Bildsuche abzugreifen.

Ladezeit überprüfen

Nutze den Google Speed Test, um die Ladegeschwindigkeit Deiner Seiten zu überprüfen. Wir empfehlen einen Wert von mindestens 80/100. Auf die Bremse drücken nicht nur schlecht komprimierte Grafiken, sondern auch Tracking- und Plugin-Skripte.

Mobile / AMP

Vor allem Google ist es wichtig, dass alle Seiten in mobilen Endgeräten ohne Einschränkungen aufrufbar sein. Das bedeutet zum Beispiel, dass Texte ausreichend groß dargestellt werden und Buttons mindestens 48×48 Pixel groß sind und genug Abstand zueinander haben. Folgende Fehler moniert Google ganz besonders:

  • Inkompatible Plug-ins
  • Darstellungsbereich nicht festgelegt (kein Viewport)
  • Darstellungsbereich nicht für Auflösung der tatsächlichen Endgeräte festgelegt
  • Inhalt breiter als Bildschirm
  • Text ist zu klein zum Lesen
  • Anklickbare Elemente liegen zu dicht beieinander

Mehr zum Thema findest Du im Supportbereich von Google.

Nie verkehrt und vorteilhaft für SEO-Erfolg ist der Einsatz von AMP. Diese Technik generiert aus jeder Desktop-Webseite automatisch ein optimierte Mobile-Seite mit besonders hoher Ladegeschwindigkeit.

Strukturierte Daten

Wenn Du Deine Webseiten mit strukturierten Informationen auf Basis von Schema.org organisierst, sind die Inhalte besser indexierbar. Somit sind solche Markups für die Suchmaschinenoptimierung von relativ großer Relevanz. Die mit Hilfe strukturierter Daten erzeugten “Rich Snippets” erhöhen die Attraktivität von Suchergebnissen und können die Klickrate auf diese Ergebnisse deutlich verbessern.

Linkmagneten produzieren

Dass inhaltlich relevante Backlinks wichtig für Dein Ranking sind, müssen wir nicht explizit erwähnen. Der beste Weg, um ohne weiteres Zutun an Backlinks zu kommen, ist die Produktion besonders hochwertiger Content Assets. Das können Artikel, Videos oder Infografiken sein, welche große Aufmerksamkeit erzeugen. Im Fachjargon spricht man auch von “Linkmagneten”.

Social Media

Nachweislich hat die aktive Nutzung sozialer Netzwerken großen Einfluss auf SEO-Resultate auf Google, Bing und sonstigen Suchmaschinen. Und das auf gleich zwei Ebenen: Zum einen fördert Social Media Engagement die Generierung wertvoller Backlinks. Zum anderen wird die Anzahl an Follower, Shares, Likes etc. (“soziale Signale”) von Suchmaschinen positiv bewertet.

https://moz.com/blog/your-guide-to-social-signals-for-seo

Social Signals
Quelle: searchmetrics

Onsite-Optimierung

Zu guter Letzt achte unbedingt auf eine saubere Onsite-Optimierung. Primär bedeutet das:

  1. Je Artikel eine H1-Überschrift und ein Titel, in dem die zugehörige Keyword-Phrase vorkommt. Beides möglichst nur bestehend aus bis zu 6-8 Wörtern.
  2. Eine Seitenbeschreibung, in der das Keyword erneut vorkommt und welche den Titel ergänzt.
  3. Auch der Seitenname (also die URL) sollte das vollständige Keyword beinhalten. Verzichte dabei jedoch auf Sonder- und Leerzeichen.
  4. Den Inhalt mit Auflistungs-/Aufzählungs-Tags sowie mit Unterüberschriften (h2, h3, …) hierarchisch gliedern.
  5. Einsatz von Alt- bzw. Title-Tag in Grafiken und Hyperlinks.
  6. Wir empfehlen eine Artikelgröße von 500 bis 800 Wörtern und drei bis sechs Grafiken. Bei starkem Wettbewerb im Ranking empfiehlt sich eine größere Artikellänge.
  7. Verlinke die Seiten untereinander sinnvoll. Auch Links zu externen Quellen sind wertvoll, wenn diese relevanten Content beinhalten.

Onsite-Optimierung

Nutze im Zweifel ein SEO-Tool wie zum Beispiel seobility oder Moz und achte darauf, dass automatisch aktuelle Sitemaps bereitgestellt werden.

Analytics

Die Erfolgsmessung bezieht sich stets auf vier unterschiedliche Kriterien, welche gleichermaßen die Anzahl der Visits beeinflussen:

1. Zu wenig Suchanfragen mit dem Keyword

Indikator: Zu wenig Impressions in der Suche
Maßnahme: Anderes Keyword ausprobieren

2. Ranking zu schwach

Indikator: Rankingposition ist größer als 20
Maßnahme: Seite optimieren

3. Zu wenig Klicks im Suchergebnis

Indikator: CTR zu gering (<1%) Maßnahme: Meta-Titel und -Beschreibung besser ausformulieren

4. Stickiness zu schwach

Indikator: Verweildauer, Anzahl der Seiten je Sitzung sowie die Anzahl dere Sitzungen je Woche/Monat
Maßnahme: Content optimieren

Prüfe unbedingt regelmäßig jeden dieser vier Faktoren. Nur wenn die Performance gleichermaßen gut ist, profitierst Du von generischem Traffic.

Maßnahmen dokumentieren

Erstelle eine Tabelle und dokumentiere jeder Optimierungsmaßnahme:

  • URL
  • Keyword
  • Position bzw. Verweildauer
  • Datum
  • Maßnahmenbeschreibung

Warte stets mindestens 10-14 Tage, bevor Du den Erfolg einzelner Maßnahmen erneut misst. So viel Zeit vergeht, bevor Maßnahmen tatsächlich greifen.

Bist Du mit dem Erfolg noch nicht zufrieden, führe eine erneute Optimierung durch oder aber verwende ein neues Keyword.

Damit kein Missverständnis entsteht: Produziere Content für Deine User und nicht für Suchmaschinen. Im Zweifel ist die User Experience (UX) wichtiger als eine SEO-Maßnahme. Im Kern des Content-Marketings steht nämlich die Kommunikation mit potenziellen Kunden.

Fazit

Content-Marketing & SEO gehören zusammen. Vor allem ist Content ist ein starker Treibstoff für Top-Rankings bei Google und Co. Voraussetzung ist jedoch eine strukturierte Vorgehensweise, welche die Content-Qualität sicherstellt. Denn am Ende sind es Menschen und nicht Crawler, welche von Inhalten überzeugt werden müssen.

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1 Kommentar
  • Anton Mai 30,2019 von 13:11

    Denn am Ende sind es Menschen und nicht Crawler, welche von Inhalten überzeugt werden müssen.- genau, das ist auch wichtig zu verstehen.

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