Content-Marketing

Was ist eigentlich Content-Recycling?

content recycling

Die größte Herausforderung im Content-Marketing ist es, regelmäßig neuen Content zu produzieren. Das erwarten nicht nur die Kunden, sondern auch die Suchmaschinen. Andernfalls droht ein schwächeres Ranking.

Aus diesem Grund werden enorm viel Ressourcen eingesetzt, um permanent etwas Neues zu bieten. Auf der anderen Seite unterliegen Artikel, Videos etc. einem ganz normalen Alterungsprozess, bis sie irgendwann gar nicht mehr wahrgenommen werden.

Content ist zu einem Commodity geworden. Wie andere Güter auch, haben Content Assets einen Wert an sich. Ist es dann schade, wenn mit hohem Aufwand und viel Herzblut produzierter Content eines Tages in der Mülltonne landet?

Wer Energie in Content-Recycling investiert, muss weniger neuen Content produzieren und spart unterm Strich viel Zeit und Geld.

Was genau ist nun Content-Recycling?

Einfach ausgedrückt, handelt es sich beim Content-Recycling um die Neuausspielung von alten Inhalten.
Das Rad muss auch beim Content nicht immer wieder neu erfunden werden.

Welcher Inhalt sollte optimiert werden?

Egal ob Du Ressourcen sparen möchtest oder dir einfach die Ideen fehlen. Es macht Sinn, den eigenen Content zu analysieren, bevor Du entscheidest, welchen Inhalt Du recycelst.

Hilfreich bei der Auswahl des richtigen Contents ist eine Bewertung entsprechend der 80-20-Regel. Was war das noch gleich? Ach ja, die 80-20-Regel besagt, dass 80 % der Ergebnisse (bezogen auf z.B. die Seitenaufrufe auf deinem Blog) von 20 % des Aufwands (hier also die Blogbeiträge) erzielt werden. Suche also nach genau diesen 20 %, mit anderen Worten: die beliebtesten Blogbeiträge.
Webanalyse-Tools, wie Google Analytics helfen dir bei der Suche. Checke, welche Inhalte über einen längeren Zeitraum viel Traffic auf deine Seite bringen.

Zudem kann es hilfreich sein, einen Blick auf die Themen der Inhalte zu werfen. Was wird momentan in den sozialen Medien diskutiert? Vielleicht hast Du bereits in der Vergangenheit ein passendes Thema behandelt.

Eine dritte Empfehlung: Analysiere, zu welchen Keywords und mit welchen Beiträgen Du bei Google etwa auf den Plätzen 10 bis 20 rankst, den sogenannten “Low hanging fruits“. Da ist noch Luft nach oben. Mit wenig Aufwand kannst Du hier quasi im vorbeigehen die Früchte ernten.

Möglichkeiten des Content-Recycling

Content aufteilen

  • Content Asset in leichter erfassbare Häppchen (“Snack Content) einteilen
  • Content Asset verkleinern
  • Content Asset erweitern
  • Content Assets zusammenfügen – z.B zu einem E-Book oder Whitepaper
  • Content Asset in ein neues Format transferieren

Recycling verknüpft normalerweise auch mit Content-Pflege, d.h. Inhalte werden auf den neuesten Stand gebracht, Grafiken aufgehübscht und SEO-Maßnahmen vorgenommen.

Content zusammenfassen

Warum Du Content recyceln solltest: 6 Gründe

  1. Du hast (hoffentlich) regelmäßig neue Besucher und Follower. Doch naturgemäß scrollen die wenigsten Neulinge in einem Blog, bei Instagram oder Facebook durch den gesamten Feed, um sich bisherige Beiträge anzuschauen.
  2. Wir Menschen müssen Inhalte öfters vorgesetzt bekommen, bevor sich diese in unserem Gehirn verfestigen. Einmal ist keinmal – Grund genug, den Lesern das gleiche Thema wenigstens ein zweites Mal zu präsentieren.
  3. Fans und Follower folgen Dir selten auf allen Kanälen.
  4. Fluch und Segen zugleich – aufgrund von Algorithmen werden selbst Deinen Followern neue Inhalte nicht immer angezeigt – bei Facebook z.B. ist organische Reichweite kompliziert geworden.
  5. Menschen ticken sehr unterschiedlich – und so unterscheidet sich auch ihre Mediennutzung. Die Einen lesen gerne, die Anderen schauen lieber Videos.
  6. Häufig hat man gerade keine Zeit oder Lust, ausführliche Inhalte zu studieren und freut sich über Snack Content.

Fehler, die Du beim Content-Recycling vermeiden kannst

  1. Die Annahme, einen Text durch das reine Verlängern qualitativ aufzuwerten ist falsch! Weniger ist manchmal mehr.
  2. Bedenke, dass der Inhalt bereits indexiert ist und zu bestimmten Keywords rankt. Sobald Du die URL veränderst, führt die alte Adresse ins Leere. Wird der Beitrag stattdessen unter der alten URL veröffentlicht, wissen auch Suchmaschinen die Aktualität zu schätzen.
  3. Teile Deinen Lesern ruhig mit, dass der Text aktualisiert und verbessert wurde.
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