Basiswissen

Die Top 3 Usability-Schwächen von Webformularen

Sind Sie nicht auch schon mal an Webformularen verzeifelt? Doofe Frage, ich weiß. 😉 Wohl jeder hat User musste sich schon mit wirren Fehlermeldungen herumschlagen und Formular 3x ausfüllen, bis das Absenden endlich möglich war.

Obwohl aus SEO-Sicht alles optimiert ist, bleibt die Conversion Rate auf dem Tiefpunkt? Möglicherweise liegt das nicht an Ihrer Website an sich – sondern Ihre User scheitern schlichtweg an dem Kontakt- oder Registrierungsformular.

Ein kurzer Rückblick in Sachen Usability

Laut ISO-Norm DIN EN ISO 9241, 11 wird die Usability (Gebrauchstauglichkeit) folgendermaßen definiert:
Usability ist das Ausmaß, in dem ein Produkt durch bestimmte Nutzer in einem bestimmten Nutzungskontext genutzt werden kann, um bestimmte Ziele effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen.

  1. Bei fehlerhaften Eingaben muss das Formular komplett neu ausgefüllt werden
  2. Jeder hat es bereits erlebt – jeder war bereits frustriert: Man gibt sich viel Mühe beim Ausfüllen eines Formulars und zack – alles weg! Nur weil man einen kleinen Fehler gemacht hat und nach Drücken des Absende-Buttons das Formular neu geladen wurde. Beim nächsten Ausfüllen steigt der Angstpegel, das Gleiche könnte noch einmal passieren. Merkt sich Ihr Formular bereits gemachte Eingaben trotz Fehlermeldung?

    Manchmal möchte der User seine Eingabe nochmals überprüfen oder korrigieren. Doch oft ist es gar nicht möglich, dorthin zurück zu gelangen. Integrieren Sie einen Zurück-Button in das Formular!

    Quelle: Seokratie

  3. Unübersichtliche und viel zu lange Drop-Down-Listen
  4. Haben Sie auch schon mal eine Drop-Down-Liste mit den 194 anerkannten Staaten der Erde aufgeklappt – und sollten darin Ihr Heimatland selektieren? Dabei unwissend, welche Schreibweise verwendet wird? Dann wissen Sie, dass Drop-Downs maximal 10 bis 20 Einträge umfassen sollten – sonst verliert der Anwender schlicht und einfach den Überblick.

    Die Alternative sind Autocomplete-Felder, welche währen der Eingabe des Anwenders Zeichenketten vorschlägt. Google hat diese Technik bereits zum State of the Art gemacht.
    Mehr zur Technik

    Quelle: Uxdesign.cc

  5. Es wird eine kryptische Captcha-Eingabe verlangt
  6. Seit vielen Jahren verbreitet und nach wie vor nervig sind unlesbare Captcha-Felder oder Rechenaufgaben, die Bestandteil eines Formulars sind. Damit soll sichergestellt werden, dass nur Menschen und keine Programme (Bots) Formulareingaben absenden.

    Dabei sind sie in der Regel überflüssig, da gut programmierte Formulare kein attraktives Angriffsziel von Bots sind – und weil gut programmierte Bots im Nu Captcha-Felder knacken können.

Als Alternative empfiehlt sich der Einsatz von Honeypots und/oder fail2ban. Mehr zu den Techniken finden Sie hier und hier.

Fazit

Für einige Vorgänge sind Formulare unerlässlich. Oft sind sie „das letzte Stück“ ihres Conversion Funnels. Es wäre also sehr traurig, potentielle Kunden zu verlieren, die so weit gekommen sind. Doch haben Online Formulare bzgl. der Usability oft Optimierungsbedarf.
Orientieren Sie sich beim Erstellen und Optimieren am User. Fragen Sie sich, was er erwartet, was ihn irritieren könnte und welche Punkte ihm Schwierigkeiten bereiten könntet.

Welche Tools verwenden Sie, um UX-Probleme zu entdecken? Wir freuen uns auf Ihr Kommentar.

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