Checklisten

Blogartikel mit Struktur: Ordnung muss sein!

Nach mehr als 2 Millionen Jahren lässt sich ein Fazit ziehen: Die Evolution belohnt neugieriges Verhalten. Laut der Forschung werden Sachen jedoch erst dann interessant, wenn sie klar, strukturiert, kohärent und überraschend sind.

Im Zeitalter des Content-Überflutung sind diese Prinzipien wichtiger denn je. Doch welche praktischen Anforderungen an den Autor resultieren daraus?

Unser Leseverhalten ist online anders als offline. Für ein Buch nehmen wir uns eine Tasse Tee und ausreichend Zeit. Am PC, Tablet oder Smartphone werden Inhalte eher gescannt als gelesen. Machen wir es den Lesern also leicht. Und ermöglichen ihm, innerhalb einer Sekunde den Inhalt eines Artikels einzuordnen und zu bewerten.

Erfolgsgeheimnis: Textstruktur - wie ein gelungener Artikel aussieht

Im Durchschnitt verbringen Leser auf Seiten mit mehr Inhalt länger.

 

Für Sie beschreiben wir im Folgenden die wichtigsten Bestandteile eines Artikels. Mit etwas mehr Struktur im Content helfen Sie dem Leser dabei, wenigstens für ein paar Sekunden der chaotischen Welt drumherum zu entfliehen.

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Mit Struktur zu einem gelungenen Artikel:

Erfolgsgeheimnis: Textstruktur - wie ein gelungener Artikel aussieht

Überschrift

Sie haben nur eine Chance den Leser zu fesseln. Mit einer gut gewählten Überschrift. Diese muss den Leser im Bezug auf seine Bedürfnisse und Pains berühren und dabei seine Neugierde wecken. Falls das in etwa 8-10 Worten nicht möglich ist, ergänzen Sie die Überschrift mit einer weiteren Überschrift oder einem kurzen Teaser. Die Überschrift sollten Sie jedoch stets erst ganz zum Schluss ausformulieren.

Beispiel Spiegel Online

Erfolgsgeheimnis: Textstruktur - wie ein gelungener Artikel aussieht

Einleitung

Die Einleitung ist das A und O für einen guten Text und führt Ihre Leser zum Herzstück Ihres Artikels. Gehen Sie kurz auf das Thema ein und motivieren Sie Ihre Leser dazu den Artikel bis zum Schluss zu lesen. Erschaffen Sie in diesem Schritt eine spannende Überleitung zu Ihrem Artikel und Ihr Text wird vom Leser automatisch gelesen.

Hauptteil

Sie haben sieben Minuten Zeit Ihren Lesern alle nötigen Informationen mitzuteilen. Warum ist das so? Im Durchschnitt werden ca. 200-250 Wörter in der Minute gelesen. Das macht bei einer Aufmerksamkeitsspanne von ca. sieben Minuten 1400-1750 Wörter und entspricht somit einer optimalen Textlänge. (Quelle: Die perfekte Textlänge für jedes Format) Gut lesbare Artikel zeichnen sich dadurch aus, dass sie durch Absätze, Zitate und Grafiken, wie z.B. Diagramme, aufgelockert werden. Besonders Diagramme und Grafiken dienen als Eyecatcher und werden schnell wahrgenommen. Absätze dagegen als Orientierung im Text.

Erfolgsgeheimnis: Textstruktur - wie ein gelungener Artikel aussieht

Im Durchschnitt werden Seiten mit mehr Inhalt in den Suchmaschinen höher gerankt, als mit weniger Inhalt. Hier entspricht die optimale Länge eine Wortanzahl von bis zu 2450 Wörtern.

Zusammenfassung

Die meiste Beachtung in einem Artikel findet (neben der Überschrift) die Zusammenfassung. Gut geschriebene Zusammenfassungen helfen Ihren Lesern dabei, alle essentiellen Aspekte des Artikel in Sekundenschnelle zu erfassen. Verwenden Sie das Fazit aber ruhig auch, um Ihre persönliche Meinung zu artikulieren oder einen Ausblick zu wagen.

Call-to-Action (CTA)

Das tolle an Online-Medien ist deren Interaktivität. Wer mit großem Aufwand Content produziert, vergibt beim Verzicht auf Reaktionsmöglichkeiten wertvolle Chancen.

Daher darf ein Call-to-Action in keinem Artikel fehlen. Sie wollen den Leser animieren, weitere Artikel zu lesen? Oder Ihren Newsletter zu abonnieren? Offerieren Sie gut sichtbar Handlungsoptionen, die Sie für wahrscheinlich und wünschenswert gleichermaßen halten. Aber nie mehr als zwei oder drei.

Erfolgsgeheimnis: Textstruktur - wie ein gelungener Artikel aussieht


Artikel mit mehr Inhalt werden deutlich häufiger geteilt.

Bonus-Tipp

Im Prinzip lässt sich jeder Artikel-Bestandteile einer Phase des berühmten AIDA-Modells zuordnen. Mit der Überschrift will man Aufmerksamkeit erzielen, beim Intro geht es um das Wecken von Interesse und so weiter. Oft ist eine eindeutige Zuordnung nicht möglich. Wichtiger ist jedoch eh, dass alle Phasen angedeckt werden – und zwar in der korrekten Reihenfolge.

Fazit

Wenn Sie es schaffen, die Aufmerksamkeit der Lesers auf Ihren Artikel zu lenken, ist noch nichts gewonnen. Miserabel strukturierter Text ohne richtigen Anfang und Ende schreckt ab. Sofern wesentliche Bestandteile wie das Intro fehlen oder falsch eingesetzt werden, ist der Leser schnell wieder weg. Achten Sie daher stets auf eine gute Struktur!

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