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Erstellung von Erklärvideos: Die wichtigsten Regeln im Überblick.

Erstellung von Erklärvideos

“Die Kaufentscheidung von Kunden steigt um 64%, nachdem sie ein Video über das Produkt gesehen haben.” Quelle: Forbes

Gestützt durch den digitalen Wandel hat sich nicht nur das Kaufverhalten, sondern vor allem Art der Produktrecherche verändert. Mit Videos lassen sich erklärungsbedürftige Produkte und Dienstleistungen hervorragend in Szene setzen. Anstatt dem Kunden mit Text zu langweilen, wird ihm die Kaufentscheidung leichter gemacht. Erklärvideos sind ein effektives und unterhaltsames Marketingwerkzeug – aber nur dann wirksam, wenn man sie auch richtig umsetzt.

So klappt es mit der Erstellung von Erklärvideos

Wenn Du Dich an die folgenden acht Regeln hältst, hat Euer Erklärvideo das Zeug zum Umsatzbringer. Hier die wichtigsten Regeln im Überblick:

One-Rule

Die Erste und wichtigste Regel umfasst vier “ONEs.” Bevor Du Deinen Daumen auf dem Aufnahmeknopf platzieren, sollten die folgenden vier Punkte festgelegt sein:

  • In Eurem Video sollte nur ein Thema, Produkt, Dienstleistung oder Unternehmen dargestellt werden.
  • In Eurem Video sollte nur eine Zielgruppe konkret angesprochen werden. Die Verlockung ist groß, ein Video für alle zu erstellen. Ein Video als Produktvorstellung für den Vertrieb, welches gleichzeitig auf Messen abgespielt wird, um das Recruiting voranzutreiben führt oftmals nicht zum gewünschten Erfolg.
  • In Eurem Video sollte nur eine Botschaft übermittelt werden. Kannst Du die Frage: – Worum geht es in dem Video? – Mit einem Wort beantworten?
  • In Eurem Video sollte am Ende nur ein Impuls ausgelöst werden. Kaufen, Bestellen, Ausfüllen … Zu viele Kommandos, bzw. Call-to-Actions würden hier nur für Verwirrung stiften.
  • “Weniger ist mehr” oder die Zwei-Minuten Regel

    Halte Dich kurz und sage in dieser Zeit alles wichtige, damit der Zuschauer dranbleibt. Generell gilt: Überlege Dir, auf welchem Kanal Euer Video einmal laufen soll. Bei Instagram zum Beispiel ist ein Video, länger als 60 Sekunden gar nicht möglich. Es wäre also ratsam mehrere kurze Videos zu produzieren. Zusätzlich kommt es darauf an, wer das Video anschaut und was Eure Ziele sind. In einer Expertengruppe auf Facebook kann ein Anleitungsvideo natürlich länger sein. Schalte auf Facebook eine Video-Werbung, so sollte es die gleichen Kriterien erfüllen wie bei Instagram und YouTube.

    Buyer Persona definieren

    Wie bereits in Punkt 1 kurz erläutert, ist die genaue Definition der Buyer Persona (oder der Zielgruppe) ein ausschlaggebender Punkt für den Erfolg. Nur wenn Du Dich in den typischen Kunden hineinversetzen kannst, kannst Du Dich auf diese fokussieren.

  • Was sind deren Bedürfnisse?
  • Welches ist deren Geschlecht?
  • Was sind die Lebensumstände?
  • Welche Sprache wird gesprochen?
  • Welche Pains liegen vor?
  • Was trägt zur Begeisterung bei?
  • Überlege Dir, ob es eventuell Sinn macht, von einem Basis-Erklärvideo verschiedene Varianten zu erstellen. So kann eine größere Zielgruppe erreicht werden.

    Dramaturgie ist alles

    Einfach loslegen ist in vielen Lebenslagen ja ganz hilfreich. Beim Produzieren eines Videos gilt das jedoch nicht. Vielmehr solltest Du im Vorwege ein vollständiges Storyboard anlegen, welches die wichtigsten Ereignisse in einer Sequenz skizziert. Das Ziel soll sein, dass Du und andere den Ablauf nachvollziehen und ggf. nachbessern können. Hier ein Beispiel:

    Storyboard für Erstellung von Erklärvideos

    Quelle: Nielsen Norman Group

    Falls Dein Video aus mehreren Szenen besteht, benötigst Du jeweils eine gesondertes Storyboard. Beschreibe darin kurz die Szene sowie den (oder die) Protagonisten. Versuche die Abläufe weitgehend zu vereinfachen. Und keine Sorge: Auf Schönheit kommt es in den Skizzen nicht an.

    Achtung: Falls in einer Szene lediglich eine sprechende Person ohne weitere Handlung zu sehen ist, kann auf das Storyboard natürlich verzichtet werden. (Im Fachjargon ist von Talking Head Videos die Rede.) Hier kommt es auf ein gutes Skript an, welches die gewünschte Dramaturgie in gesprochene Wörter umsetzt.

    Nie ohne Handlungsaufforderung → CTA

    46% der Besucher handeln auf irgendeine Art und Weise, nachdem sie die Anzeige gesehen haben.” Quelle: Biteable

    Videomarketing macht kaum einer aus Nächstenliebe. Vielmehr willst sicher auch Du aus den Zuschauern neue Kunden machen. Daher ist eine Handlungsaufforderung (CTA bzw. Call-tio-Action) unverzichtbar. In YouTube ist dies meist die Aufforderung, den Kanal zu abonnieren oder zu liken. Alternativ kann auch ein Newsletter beworben werden.

    Kundenperspektive berücksichtigen

    Bei der Konzeption eines erfolgreichen Videos sollten alle Inhalte aus der Kundenperspektive betrachtet und formuliert werden. Es bringt nichts, ein Produktmerkmal zu erklären, dem Kunden jedoch nicht mit auf den Weg zu geben, was dieses Produktmerkmal für ihn konkret bedeutet.

    → Beispiel: “Unsere Software beinhaltet nun auch die Funktion des proaktiven Chats.”
    Das ist ein Produktmerkmal. Jedoch kann Euer Kunde diese Information nicht wirklich bewerten. Denn er weiß eventuell nicht, was ihm dieser Nutzen bringt. Erst die Formulierung: “Unser Software beinhaltet nun auch die Funktion des proaktiven Chats, damit Du jederzeit mit den Kunden einen Chat beginnen können.” bringt Licht ins Dunkle. Hier wird das Kundennutzen klar und verständlich formuliert.

    Speed speed speed and more speed

    Du kennst das sicherlich auch: Ein Sprecher mit einschlafender Stimme und Betonung hält einen Vortrag. Es fällt uns extrem schwer zu folgen, bis unsere Konzentration schließlich dahinsiecht. Ob live oder auf dem Screen – Obwohl uns das Thema interessiert, kann die Wirkung komplett zunichte gemacht werden.
    Versuche das Video dynamisch zu gestalten. Der Zuschauer darf sich in keinem Moment langweilen und muss am besten in den ersten Sekunden gefesselt werden. Auch die richtige Musikauswahl kann eine entsprechende Wirkung erzielen.

    Der Ton macht die Musik

    Musik kann ein eher tristes Erklärvideo extrem dynamisch wirken lassen. Wir empfehlen Dir folglich, das Video mit Musik zu unterspielen.
    Die Auswahl des Genres ist hier entscheidend. Heavy Metal wirkt eventuell schnell abschreckend und störend. Musikformen mit hypnotischer Wirkung hingegen, können Erklärvideos unterstreichen.

    Erstellung von Erklärvideos

    Fazit

    Videos befriedigen das allgegenwärtige Informations- und Unterhaltungsbedürfnis gleichermaßen. Wer es richtig angeht, kann seine potenzielle Kunden förmlich fesseln – oder landet sogar einen viralen Hit. Die Ansprüche der User sind jedoch rapide gewachsen. Nur wer die Technik beherrscht und ausreichend Zeit investiert, wird sein Klientel beeindrucken können.

    Für die Erstellung von Erklärvideos in Eigenregie werden spezielle Tools benötigt. Bis vor wenigen Jahren war das noch ausgesprochen mühsam: z.B. mit anspruchsvoller High-End-Software wie Adobe After Effects. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl interessanter Tools speziell für die Produktion von Erklärvideos. Mit denen sind selbst Laien in der Lage, beeindruckende Erklärvideos zu erstellen.

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