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Trigger-Mails: Die Ergänzung zum Newsletter

Wir kennen es alle: Man stöbert im Onlineshop, legt ein Produkt in den Warenkorb. Es klingelt an der Haustür – zum Kauf kommt es nicht…Vier Tage später ist unser Briefkasten zwar leer, aber unser E-Mail Postfach gefüllt.
Eine Erinnerungsmail, dass in unser Warenkorb noch Produkte liegen, zusammen mit einem Gutschein. Wir nehmen unsere Kaufabsicht wieder auf.
Es wundert uns nicht: Die Klickraten solcher Trigger-Mails sind um 41% höher als jene von konventionellen E-Mailings.


Wer heutzutage nach dem Motto: „Wer nicht will der hat schon“ handelt, wird nicht weit kommen. Genau hier wird die Trigger-Mail als Teil des E-Mail-Marketings interessant. Mit besonders relevanten Informationen können Sie sich bei Ihrem (potenziellen) Kunden dezent nochmal in Erinnerung rufen. Natürlich sind nicht alle getriggerten Mails dazu da, Empfänger zu einer Kaufentscheidung zu bewegen. Vielmehr geht es um Inhaltlich stimmige und richtig getimte Nachrichten, die meist konkret anlassbezogen entlang der Customer Journey versendet werden.

Begriffserklärung

Ein Trigger-Mail basiert auf ein individuelles User-Ereignis. Bei Eintreffen eines bestimmten Ereignisses oder Anlasses, wird eine E-Mail an den passenden Empfänger versendet. Sie unterscheidet sich daher vom regelmäßig erscheinenden Newsletter der regelmäßig in identischer Form an alle Empfänger verschickt wird. Trigger-Mails stellen somit eine spezielle Variante des E-Mail-Marketing dar.
Ziel ist es, durch den optimalen Versandzeitpunkt mehr Reaktionen der Empfänger zu erzielen.

Anwendungsgebiete für Trigger-Mails

  • Begrüßung und Willkommenskampagnen für Neukunden
  • Service-Mails
  • Mailings für Warenkorb-Abbrecher
  • Winback-Kampagnen für Schläfer
  • Personalisierte Geburtstags-Mailings
  • Erinnerungs-Mails
  • Mails zur nachträglichen Bewertung der Produkte oder Leistungen
  • Mails aufgrund des Klickverhaltens des Empfängers
  • Rechtliche Lage

    Die DSGVO schreibt für den Versand von Werbe-E-Mails eine explizite Einwilligung des Empfängers vor. Laut Gesetz gilt alles als Werbung, was auch nur im Entfernten der Umsatzsteigerung dient. Darunter fallen auch Trigger-Mails.
    Doch keine Angst. Mit der Einholung der Permission für allgemeines E-Mail Marketing ist auch die Zusendung von automatischen Mails abgedeckt. Als wichtiger Punkt ist hier hervorzuheben, dass auch – wie im herkömmlichen Newsletter-Marketing – in jeder Trigger-Mail die Abmeldemöglichkeit gegeben sein muss.

    Achtung: Bei Trigger-E-Mails ist es wichtig, zum richtigen Zeitpunkt nicht zu übertreiben und den Empfänger regelrecht mit E-Mails zu bombardieren. Der Schuss kann auch nach hinten losgehen. Alles richtig gemacht, können Trigger-Mails zur Stärkung der Kundenbindung und zur Reaktivierung von Bestandskunden beitragen.

    Wir haben 8 Tipps zusammengetragen, damit Ihr Nachfassen per Trigger-Mail zum gewünschten Erfolg führt.

    1. Ihr Kunde möchte erobert werden!
    2. Jeder Leser freut sich über personalisierten Inhalt.
    3. Überlegen Sie sich zunächst, was im ersten Angebot ggf. gefehlt hat. Warum gab es bislang noch keine positive Reaktion? Unterscheiden Sie dazu beim Nachfassen zwischen Nicht-Reagierer und Reagierer ohne Abschluss.
    4. Achten Sie auf den richtigen Zeitpunkt. Bedenken Sie, dass Nicht-Reagierer womöglich das erste Angebot noch gar nicht erhalten oder gelesen haben!
    5. Beziehen Sie sich im Inhalt konkret auf die Anfrage des Interessenten (Datum der Anfrage sowie Bezeichnung und Beschreibung der nachgefragten Leistung)!
    6. Bedanken Sie sich noch einmal für das entgegengebrachte Interesse und gehen Sie keinesfalls auf das erste Angebot ein, welches der Interessent vermeintlich ignoriert hat. Das erzeugt bloß negative Emotionen.
    7. Bieten Sie dem Interessenten stets auch negative Reaktionsformen an („ich habe mich bereits für ein anderes Produkt entschieden!„) Achten Sie darauf, dass diese bequem auslösbar sind, z.B. per Klick auf einen Button!
    8. Vergessen Sie nicht, dem Interessenten die Möglichkeit zu geben, weitere E-Mail-Werbung abzubestellen (Abmeldelink)!

    Fazit

    Beim erneuten Nachfragen bewegt man sich auf einem schmalen Grat zwischen Höflichkeit und Penetranz. Das ist der Grund, warum wir ein divergentes Verhätnis zu Trigger-Mails haben. Am besten, Sie legen sich bereits eine Nachfass-Strategie zurecht, bevor Sie den Kunden überhaupt das erste Mal kontaktieren. Vorteil von automatisierten und im Voraus planbaren Trigger-Mails? Sie verschwitzten keinen Nachfasstermin und stehen im ständigen Kontakt mit potenziellen und bestehenden Kunden.

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