User Experience

Was ist eigentlich Onsite-Personalisierung?

onsite personalisierung

Die Architektur verbreiteter CMS und Shopsysteme hat ihren Ursprung in den 90er Jahren. Genau das ist ein Problem. Denn damals interessierte sich niemand für Buyer Personas, Customer Journeys oder den Conversion Funnel. In der Folge müssen wir uns heute mit zahlreichen Unzulänglichkeiten dieser Systeme arrangieren.

Persönliche Interessen des Besuchers ignorieren die meisten CMS und Shopsysteme weitgehend. Per Analytics und Splittests werden zwar “störende” Elemente identifiziert und beseitigt. Jedoch nie auf Basis eines bestimmten Kundentyps. Immerhin: Ein wenig Personalisierung liefern übliche Shopsysteme, sobald man als registrierter Kunde eingeloggt ist.

Mittels Onsite-Personalisierung kann innerhalb statischer Website- und Shop-Umgebungen eine individuelle Kundenerfahrung ermöglicht werden.

Was genau ist Onsite-Personalisierung?

Im Umfeld des Digitalmarketings bedeutet Personalisierung die automatische Anpassung der Kommunikation, abhängig von den Bedürfnis des Angesprochenen.

Bei der Onsite-Personalisierung geht es darum, eine bestehende Website (“Onsite”) bzw. einen Online-Shop nachträglich dahingehend zu verändern, dass eine derartige Personalisierung überhaupt funktioniert. Es ist somit mehr ein Werbebegriff aus der Marketingtechnologie.

Prinzipiell muss man drei Phasen im Personalisierungsprozess separat betrachten:

Onsite Personalisierung

Tracking: Keine Personalisierung ohne Daten. Zunächst muss man möglichst viel über die Interessen und Motive eines Besuchers herausfinden. Daher muss getrackt werden, welche Webseiten dieser besucht und wie lange er dort verweilt. Angereichert werden können diese Trackingdaten mit Informationen über seine Herkunft (Medium, Kanal, Kampagne, Suchbegriff etc.)

Personalisierung: Personalisiert werden können Inhalte (z.B. Angebote) aber auch ganze Prozesse. Basis sind hier gewöhnlich Wenn-Dann-Regeln, also Entscheidungsbäume.

Evaluation (Feedbackschleife): Gute Onsite-Personalisierung misst auch Deinen eigenen Erfolg. Dazu muss natürlich ein messbares Reaktionsziel (z.B. Conversion) vorliegen. Wird das Ziel nicht erreicht, so muss intelligente Onsite-Personalisierung daraus lernen und alternative Handlungen entwickeln.

Welche Ziele kannst Du mit Onsite-Personalisierung verfolgen?

Onsite-Personalisierung

Umsatzsteigerung

Ein wichtiges Ziel ist es, mit Hilfe von Personalisierung den Umsatz zu steigern und die Anzahl der Käufe zu erhöhen. Relevante Angebote (z.B. im Cross-Selling) performen nun einmal besser als irrelevante Angebote.

Aufbau besserer Beziehungen

Personalisierung in der Kommunikation kann dabei helfen, die Beziehung zu potenziellen Kunden zu stärken. Deine Marke wird authentischer und glaubwürdiger.

Verbesserung der Kundenzufriedenheit

Personalisierung trägt dazu bei, dass das Kundenerlebnis (Customer Experience) positiver wahrgenommen wird. Denn unsinnige Angebote und Buttons entfallen, was für weniger Irritationen sorgt.

Verbesserung des Engagements

Durch Onsite-Personalisierung wird es Webshop-Betreibern ermöglicht, im gesamten Sales Funnel das Engagement zu steigern. Besucher bleiben länger, identifizieren sich stärker mit der Marke und kaufen auch mehr.

Was ist die Herausforderung bei der Onsite-Personalisierung?

Je mehr Angebote und je mehr unterschiedliche Buyer Personas, desto komplexer ist die Personalisierung. Es besteht folglich die Gefahr, sich sehr schnell zu verzetteln. Versuche daher nie, die Customer Experience aller potenziellen Kunden von gleich auf jetzt zu optimieren. Denn das kann böse nach hinten losgehen. Keine Personalisierung ist am Ende immer noch besser als eine schlechte Personalisierung.

Ebenfalls interessant
Halloween Marketing
Unicode-Symbole für erschreckend tolle Halloween
ostern unicode-symbole
Unicode-Symbole für frohe Oster-Kampagnen

Bitte kommentieren

Ihr Kommentar*

Ihr Name*
Ihre Website