Leadgenerierung Social Media

Was ist eigentlich Social Selling?

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Social Selling ist eines dieser Buzzwörter, die man einfach nicht mehr hören kann. Noch schlimmer: Kaum ein Schlagwort wird so oft missverstanden. Höchste Zeit, sich dem Thema noch einmal zu nähern.

Begriffserklärung

Social Selling ist das Anbahnen und Pflegen von Kundenbeziehungen auf Basis zufälliger Ähnlichkeiten zwischen Käufer und Verkäufer. Die Universität von British Columbia hat die Wissenschaft des Social Selling erstmals während der Forschung etabliert. Sie stellten fest, dass sich eine Kundenbeziehung leichter aufbauen lässt, wenn Käufer und Verkäufer zum Beispiel Fans desselben Fussbalvereins sind oder ähnliche Urlaubsvorlieben haben.

Der Einzug sozialer Netzwerke Anfang der 2000er machte Social Selling erstmals praxistauglich, was vor allem das B2B Sales maßgeblich verändert hat. Für Vertriebler war es vor Erfindung von LinkedIn und Co. sehr schwierig, eine soziale Bindung zu potenziellen Kunden aufzubauen.

Social Selling vs. Social Marketing

Social Selling wird sehr oft mit Social Marketing verwechselt. Tatsächlich richtet sich Social Selling an Vertriebsprofis, welche strategisch 1-zu1-Beziehungen entwickeln möchten. Social Marketing hingegen ist die Streuung unpersonalisierter Werbebotschaften, die wir häuftig als Spam wahrnehmen.

Im Vordergrund von Social Selling steht der Dialog, aus dem sich mit der Zeit eine enge Beziehung zum Zielkunden ergibt. Das ist mit viel Arbeit verbunden und führt nur mit einer guten Strategie zum Erfolg. Dennoch lohnt sich Social Selling.

Darum funktioniert Social Selling

Jede Woche werden allein bei LinkedIn 10 Milliarden Artikel und Beiträge in den Feeds der Mitglieder wahrgenommen. Bemerkenswert: Verantwortlich für den Content sind gerade mal 1% der Mitglieder. 99% sind eher passiv unterwegs. Daraus folgt: Du hast sehr gute Chancen, mit relevantem Content und interessanten Storys auf Dich aufmerksam zu machen.

Vorgehensweise

  1. Ziele und Zielkunden definieren
  2. Funnel und KPIs beschreiben
  3. Profile einrichten (Expertise & Wertversprechen angemessen formulieren)
  4. Dialoge initiieren
  5. Hilfe und Rat anbieten
  6. Regelmäßig relevanten Content veröffentlichen
  7. Maßnahmen überprüfen und sukzessive optimieren

Geeignete Netzwerke für Social Selling

Wer nicht gerade ein großes Social Media Team sein eigen nennt, konzentriert sich beim Social Selling auf ein bis zwei Netzwerke. Die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl sind die absolute Reichweite und die Relevanz für den anvisierten Zielkunden.

  • Für geschäftliche Kontakte stehen LinkedIn und Xing ganz vorne.
  • Pinterest und Instagram sind erste Wahl im Bereich Gastronomie, Reisen, Mode und Creative.
  • Eine Sonderrolle nimmt Twitter ein: Hier ist unterwegs, wer Meinungsführer und Influencer erreichen möchte.
  • Für Social Selling im B2C-Segment sind Facebook, Instagram und TikTok bereits aufgrund ihrer Reichweite erste Wahl.

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Der Social Selling Funnel

Um das anvisierte Conversion-Ziel zu erreichen, sind aller Voraussicht nach mehrere Schritte notwendig. Kaum ein Zielkunde ist sofort bereit für einen Präsentations-Termin oder gar einen Kauf. Deshalb ist es wichtig, die einzelnen Stufen der Ansprache zu visualisieren – am besten unter Zuhilfenahme des Funnel-Modells.

  1. Notiere ganz unten das anvisierte Ziel (Kauf, Buchung, persönliches Treffen etc.)
  2. Beschreibe die wichtigsten Zwischenschritte (Touchpoints)
  3. Kalkuliere realistische Konversionsraten zwischen den Phasen
  4. Überdenke den Aufwand und korrgiere ggf. die Zwischenschritte
  5. Definiere wichtige Lernziele je Phase.

Social Selling Funnel

Die Herausforderung

Gerade auf LinkedIn will gefühlt jedes Mitglied etwas verkaufen. Das macht die Kontaktanbahnung mit Zielkunden schwierig. Ohne eine klares Wertversprechen und einen gut durchdachten Sales Funnel ist Social Selling zum Scheitern verurteilt.

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