E-Mail-Marketing

Spamtraps identifizieren und entfernen

Spamtraps entfernen

Mit Blick auf die EU-DSGVO sollten Spamtraps eigentlich kein Thema mehr sein. Denn jeder seriöse Versender ist spätestens jetzt dabei, seine Adresslisten zu bereinigen.

Wer jedoch genau das vernachlässigt und es auch sonst mit der Opt-in-Generierung nicht so genau nimmt, fängt sich schnell neue Spamtraps („Spamfallen“) ein – und riskiert so Zustellprobleme für den gesamten Verteiler.

Spamtraps sind E-Mail-Adressen, die keiner realen Person zugeordnet sind. Viemehr werden sie von Blacklistbetreibern in den Umlauf gebracht werden, um Spamversender ausfindig zu machen. Als seriöser Versender ist es wichtig, Spamtraps alsbald zu identifizieren und wieder zu entfernen.

Alles, was Du über Spamtraps wissen solltest

Wie funktionieren Spamtraps?

Die Blacklistbetreiber wissen, dass keine seriösen E-Mails an eine Spamtrap-Adresse gerichtet sein dürften. Im Umkehrschluss bedeutet das: Versender gelten als Spammer. Und dann wird der entsprechende Versandserver bzw. die zugehörige IP-Nummer für ein paar Tage oder Wochen in eine schwarze Liste eingetragen, welche Spamfilter als wichtige Infoquelle dient.

Wie gelangen Spamtraps in den eigenen Verteiler?

Der häufigste Grund für die „Verseuchung“ des eigenen Adressverteilers ist der Ankauf von E-Mail-Adressen, welche auf unseriöse Weise generiert wurden. Es ist aber auch möglich, dass der Versender seine Kontaktdatenbank über viele Jahre generisch aufgebaut hat, dabei aber eine ausreichende Listenhygiene vermied. Inaktive Uralt-Adressen können nämlich durchaus eines Tages zu einer Spamtrap werden.

Woran erkenne ich, ob ich selbst von Spamtraps befallen bin?

Behalte stets die Logdateien Deiner Mailserver im Auge! Selbst dann, wenn Ihre Klicks- und Öffnungsraten gut aussehen. Auffällig sind z.B. solche Rückmeldungen des Empfängerservers: blacklisted at […]

Wie werde ich Spamtraps wieder los?

Das Identifizieren von Spamtraps ist leider alles andere als einfach, denn die Adressen sehen völlig normal aus. Gehen Sie am besten wie folgt vor:

  1. Erstelle eine spezielle Liste, in der alle potentiellen Spamtraps enthalten sind. Definitiv gültige, bekannte oder aktive Kontakte kannst Du außen vor lassen!
  2. Splitte die neue Liste in Unterlisten!
  3. Führe für jede Unterliste einen Versand durch und prüfen zeitgleich, ob es einen Spamtrap-Einschlag gab. Nutze hierfür aber eine separate Maschine mit einer dedizierten IP-Nummer!
  4. Wiederhole Schritt 2 und 3, um Spamtraps weiter einzugrenzen!
  5. Lösche auffällige Adressen!

Wie verhindere ich, dass Spamtraps in den eigenen Adressverteiler gelangen?

Sie als Versender können dieses Dilemma nicht gänzlich auflösen. Aber es gibt ein paar sinnvolle Maßnahmen, um die Aufnahme von Spamtraps auf ein Minimum zu reduzieren:

  • Zum einen solltest Du ausschließlich auf das Double-Opt-in-Verfahren setzen, um Adressen zu generieren. Ggf. macht es dabei Sinn, die Opt-in-E-Mail über einen speziellen Mailserver zu versenden. Denn böse Menschen könnten sich rein theoretisch explizit mit einer Spamtrap-E-Mail anmelden.
  • Darüber hinaus solltest Du Hard Bounces regelmäßig löschen und zusätzlich vielleicht in Ihre interne Ausschlussliste eintragen.
  • Reaktiviere hin und wieder Kontakte, von denen Du länger nichts gehört hast. Dazu kannst Du diese z.B. auffordern, ihr Opt-in per Klick auf einen Link explizit zu verlängern.

double-opt-in

Fazit

Finger Weg von E-Mail-Adressen aus veralteten Adressbeständen bzw. ohne rechtsgültiges Opt-in. Nicht nur wegen Spamtraps. Auch sonst richtet unseriöses E-Mail-Marketing mehr Schaden an als es Nutzen stiftet. Achte darüber hinaus stets auf ein zuverlässiges Bounce Management. Nur dann führt E-Mail-Marketing langfristig zum Erfolg.

Ebenfalls interessant
Bot Clicks im Newsletter
Bot Clicks im Newsletter: Welche Klicks sind echt?
Permission Marketing
Was ist eigentlich Permission Marketing?

Bitte kommentieren

Ihr Kommentar*

Ihr Name*
Ihre Website