Social Media

Social Media zur B2B-Kundengewinnung – Teil 2: Twitter

Twitter Marketing

Mit kurzen Botschaften groß rauskommen. Darauf kommt es bei Twitter an. genau das macht auch den Reiz aus: man muss sich auf 280 Zeichen beschränken und sich daher viel Mühe geben. Lange um den heißen Brei herumzureden kannst Du in der Küche.

Es ist gerade die Einfachheit, welche Twitter so attraktiv macht. Zu jedem Zeitpunkt ist man als User bestens informiert und kann sich mit anderen über Nichtig- und Neuigkeiten austauschen. Bequem und rasend schnell.

B2B Twitter Verbreitung

Du willst mit Twitter neue Kunden gewinnen? Nichts ist leichter als das. Jedenfalls dann, wenn Du die grundlegenden Regeln verinnerlicht hast. Dabei möchten wir Dir helfen.

Begriffserklärung

Was sind Follower?

Die grundlegende Währung im Twitter-Marketing ist die Anzahl der Follower. Damit sind jene User gemeint, welche Dir folgen. Da dies freiwillig geschieht, ist die Gewinnung von neuen und relevanten Followern nicht immer ganz einfach.

Umgekehrt kannst Du natürlich jedem anderen Twitter User folgen, dessen Tweets Du zukünftig empfangen möchtest.

Was ist ein Tweet?

Tweets sind die eigentlichen Bestandteile von Twitter: Kurznachrichten bestehend aus bis zu 280 Unicode-Zeichen – oft in Verbindung mit einem Bild, Video, Standort oder einer GIF-Animation.

Tweets sind gewöhnlich in der Ich-Perspektive geschrieben und enthalten Hashtags sowie Hyperlinks. Ein Tweet ist für alle Follower sichtbar.

Was ist ein Retweet?

Ein Tweet gefällt Dir besonders gut? Dann zeige ihn all Deinen Followern. Mit einem Retweet erzeugst Du Aufmerksamkeit, ohne einen eigenen Tweet schreiben zu müssen.
Der Urheber des Tweets freut sich naturgemäß, wenn seine Nachricht sich auf diese Weise viral verbreitet.

Was sind Favoriten?

Du kannst jeden Tweet “liken” bzw. “faven”, wenn Du ihn magst oder einer Aussage zustimmst. Der Urheber wird Dein Feedback bemerken und sich darüber freuen.

Was ist eine Direktnachricht?

Nachrichten versenden, welche exklusiv für den Empfänger bestimmt sind? Kein Problem -dafür gibt es Direktnachrichten. Jedoch kann jeder User einstellen, ob er solche überhaupt empfangen möchte. Generell sind Direktnachrichten eher unbeliebt.

Was ist ein Hashtag?

Ein Hashtag (z. B. #convertus) ist ein Begriff in Form eines Tags, der ein Wort oder eine Zeichenkette in einem Tweet hervorhebt. Die Bezeichnung stammt vom Doppelkreuz „#“ (englisch hash), mit dem der betreffende Begriff markiert wird. Das Hashtag kann nur aus Buchstaben und Ziffern bestehen. Leerzeichen sind nicht zulässig.

Was sind Twitter-Listen?

Du möchtest das Wirrwarr eingehender Tweets etwas entwirren? Listen bieten eine gute Möglichkeit, die Tweets bestimmter User gesondert zu sammeln.

Was sind Twitter-Lesezeichen?

Einen interessanten Tweet kann ein User nicht nur “faven”, sondern auch mit einem Lesezeichen versehen. Wie oft Deine Tweets von anderen mit einem Lesezeichen versehen wurden, kannst Du jedoch nicht einsehen.

Bestimmung der passenden Follower

Deine Aufgabe ist es, Kunden dass zu geben, was sie wollen. Möglichst jeder Tweet sollte ins Schwarze treffen. Wie gelingt das? Am besten, in dem Du Dich so intensiv wie möglich mit typischen Kunden beschäftigst und deren Perspektive einnimmst. Dabei helfen Dir Buyer Personas.

Buyer Personas repräsentieren typische Kunden. Um sie zu erstellen, gebe ihnen einen Namen und beschreibe sie so detailliert wie möglich: Alter, Geschlecht, Hobbys, Beruf und sonstige Merkmale, welche für die Kundenansprache relevant sind. Dazu gehören auch Motive und Probleme bei der Ausführungen bestimmter Aufgaben.

Erstellung von Content

20% bis 30% Deiner Tweets sollten eigenen Content enthalten: Fachartikel, eBooks, Infografiken, Videos, Studien oder was auch immer. Sofern Du bei Null anfängst, bedeutet das folglich jede Menge Arbeit. Denn Qualität ist wichtig. Mit mittelmäßigem Content wirst Du kaum erfolgreich sein.

Guter Content hilft Buyer Personas bei der Lösung eines Problems. Je besser das funktioniert, desto wertvoller ist der Content für die Buyer Persona. Entscheidend ist neben dem Inhalt auch das Content-Design. In der Summe spricht man auch von einer Content Experience, die es zu optimieren gilt.

Anlegen des Twitter-Profils

Nicht nur Tweets entscheiden über Deinen Erfolg im Twitter-Marketing. Mindestens genauso wichtig ist die Gestaltung Deines Twitter-Profils. Daher lohnt es sich, vorab etwas mehr Zeit in dieses Thema zu investieren.

Es ist Zeitverschwendung, etwas Mittelmäßiges zu machen.

Madonna

Den perfekten Benutzernamen wählen

Twitter unterscheidet zwischen dem Profil- und dem Benutzernamen. Letzteren erkennt man daran, da dieser mit einem @ beginnt. Zum Beispiel: @ConvertusBlog

Die Herausforderung: Dein Benutzername muss eindeutig sein. Erlaubt sind nur Buchstaben, Ziffern und der Unterstrich (“_”). Umlaute und Sonderzeichen sind unzulässig. Das schränkt die Auswahl ziemlich ein. Dennoch gilt: In der Kürze liegt die Würze. @ConvertusBlog ist besser als @ConvertusBlogfuermehrLeadsundConversion

Nutze Deinen persönlichen Namen oder einen Künstlernamen, wenn Du das Gesicht der Marke bist. Erkennbare Personen hinter Profilen erzeugen Nähe und Sympathie.

Den perfekten Profilnamen wählen

Anders als beim Benutzernamen hast Du bei der Wahl des Profilnamens weitgehend Narrenfreiheit. Sogar Unicode-Symbole sind zulässig, wie folgendes Beispiel zeigt. Insgesamt stehen Dir 50 Zeichen zur freien Verfügung. Jedoch gilt auch hier: Je kürzer, desto besser.

Die perfekte Biografie formulieren

Wichtiger Baustein Deines Profils ist die Biografie. Auf bis zu 160 Zeichen kannst Du Dich hier präsentieren.

  • Beschreibe in verständlicher Form, was Du machst!
  • Platziere hier Deinen wichtigsten Link, auch wenn dieser mit der URL im Feld “Website” übereinstimmt. Grund: In der Biografie ist dieser deutlich sichtbarer für andere. Achte aber darauf, dass URLs kurz und verständlich sind. Nutze notfalls einen Kurz-URL-Dienst.
  • Benutze Hashtags, um Deine Leistungen und Deine Marke zu umschreiben!
  • Verwende ruhig auch hier Unicode-Symbole, um Inhalte hervorzuheben!
  • Ändere die Biografie ruhig regelmäßig. Zum Beispiel, um eine aktuelle Kampagne zu bewerben.

Twitter Profil

Das perfekte Profilfoto wählen

Welches Profilfoto für Dich geeignet ist, hängt natürlich stark von Deiner Marke bzw. Deiner Mission ab. Es gibt jedoch ein paar Regeln, die allgemein gelten:

  • Gesichter funktionieren besser als Logos – es sei denn, hinter dem Profil steht eine große, bekannte Marke. Zum Stärken einer Marke ist die Verwendung eines Logos dennoch ok.
  • Portraits performen viel besser als Personenaufnahmen aus der Ferne
  • Portraits sollten authentisch wirken – verzichte daher besser auf Instagram-Filter
  • Die optimale Größe für das Profilfoto beträgt 400×400 Pixel

Das perfekte Hintergrundbild wählen

Auf Wunsch kannst Du ergänzend ein Hintergrundbild in Dein Profil einbauen, welches Deine Leistung bzw. Deine Marke widerspiegelt. Achte auch hier unbedingt auf eine hohe Bildqualität und greife im Zweifel besser auf passende Stockfotos zurück. Die optimale Größe des Hintergrundbilds liegt bei 1500 x 500 Pixel.

Endlich twittern

Ohne Tweets keine Follower. Doch ohne Follower macht Tweeten doch gar keinen Sinn?
Doch, bevor Du mit eigenen Followern rechnen kannst, musst Du zunächst einfach loslegen und twittern, was das Zeug hält. Dabei gilt folgende Regel:

  • 20% Deiner Tweets beinhalten eigenen hilfreichen Content
  • 20% Deiner Tweets beinhalten eigenen inspirierenden Content
  • 20% Deiner Tweets beinhalten eigenen unterhaltsamen Content
  • 20% Deiner Tweets sind Retweets relevanter Influencer
  • 20% Deiner Tweets beinhalten Eigenwerbung

Am Anfang darf der Anteil an Retweets auch deutlich größer sein, wenn Du umgekehrt auf Werbung verzichtest. Versuche dennoch, zu 50% eigene Inhalte zu platzieren. Schließlich muss es sich lohnen, gerade Dir zu folgen.

Länge eines Tweets

Dein Tweet sollte nicht mehr als 100 bis 120 Zeichen umfassen. Falls Du eine URL bewerben möchtest, platziere diese möglichst innerhalb der ersten 50 Zeichen. Achte aber auch hier darauf, dass URLs kurz und verständlich sind. Nutze einen Kurz-URL-Dienst nur dann, wenn es wirklich nötig ist.

Inhalt eines Tweets

Schreibe in einer aktiven Sprache und nutze ruhig interessante Sonderzeichen, Symbole und vor allem Hashtags: Springe auf bestehende Hashtags auf, um Dich an einem aktuellen Diskurs zu beteiligen. Oder aber definiere ein eigenes Hashtag, um eine neues Gesprächsthema zu initiieren. Letzteres macht natürlich nur dann Sinn, wenn Du genug aktive Follower hast.

Um auf bestimmte Inhalte aufmerksam zu machen, kannst Du im Text diese Tags platzieren: [BLOG] [VIDEO] [PIC]

Bild

Deutlich mehr Aufmerksamkeit erregen bebilderte Tweets. Twitter also nie ohne ein ansprechendes Bild, welches Deinen Text unterstreicht. Gut geeignet sind Bilder mit einem gewissen Nutzwert, wie zum Beispiel Infografiken. Falls Du ein Video tweeten möchtest, nutzt Du natürlich dieses anstatt einem Bild.

Tweet Beispiel

In der Detailansicht erscheinen Bilder in den Maßen 1024 x 512 Pixel – im Stream mit 506 x 253 Pixel. Achte beim Hochladen, dass die Bilddatei maximal 5MB groß ist. Animierte GIFs dürfen auf dem Desktop bis zu 15 MB groß sein.

Follower gewinnen

Allein durch das Twittern toller Inhalte wirst Du kaum einen nennenswerte Anzahl an Follower gewinnen können. Es bedarf einiger zusätzlicher Maßnahmen.

  1. Folge den Followern der beliebtesten User innerhalb Deiner Branche. Je Tag sollten es jedoch nicht mehr als 20 sein. Gebe den Usern mindestens zwei Tage Zeit. Folgen Sie Dir bis dahin nicht, entfolge sie wieder.
  2. Platziere überall ein Twitter-Logo, welches mit Deiner Twitter-Profilseite verlinkt ist: Auf Deiner Website, im Newsletter, in Deiner E-Mail-Signatur, auf Deiner Visitenkarte und so weiter.
  3. Kommentiere Tweets und beantworte Fragen anderer User. Das ist verhältnismäßig aufwendig, aber immer noch die beste Möglichkeit, mit Usern in Kontakt zu treten. Darüber hinaus macht es Spaß.

Analytics

Im Hauptmenü unter Mehr->Analytics erhältst Du zu jedem Monat eine Zusammenfassung der erfolgreichsten Tweets. Nutze die Zahlen zum Lernen: Welche Inhalte performen besonders gut? Wer sind Deine besten Multiplikatoren? Wie entwickelt sich die Anzahl Deiner Follower? Entwickle mit der Zeit die für Dich am besten funktionierende Taktik!

Fazit

Was wäre das Internet ohne Twitter? Dank seines simplen Aufbaus stehen hier die Inhalte der User im Vordergrund – und nicht irgendwelche Features. Twitter ist jedoch ein sehr schneller Kanal. Wenn Du mit dessen Dynamik klar kommst und etwas Substantielles zu sagen hast, bist Du bei Twitter sehr gut aufgehoben.

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