Basiswissen

Video-Marketing: Reichweiten-Boost durch Bewegtbild

video marketing

Video-Marketing hat sich in den letzten Jahren weiter etabliert. Gerade auf Social-Media-Plattformen ist das Bewegtbild zum vorherrschenden Medium geworden. Auch Unternehmensstrategien sollten in der heutigen Zeit an das neue Content-Feature angepasst werden. Wieso und warum? In diesem Beitrag werden wir einen Blick auf genau diese Frage werfen.

Wieso sollte ich mich mit dem Thema Video-Marketing befassen?

Genau diese Frage werden sich Unternehmen – ganz gleich ob B2B oder B2C – immer wieder stellen. Das Hauptgeschäft wird immer noch über Vertriebsmaßnahmen abgewickelt und das Marketing funktioniert auch auf Grundlage der anderen gängigen Online-Marketing-Maßnahmen immer besser. Wozu bedarf es also noch eine weitere Vorgehensweise, welche mit anderen Herausforderungen und erhöhtem Arbeitsaufwand daher kommt?

Die Antwort auf diese Frage ist denkbar einfach: Nichts richtet sich in einer Unternehmensstrategie wirklich danach, was die Entscheidungsträger für relevant halten oder gerne umsetzen würden. Vielmehr gilt es, dem Kunden genau die Inhalte zur Verfügung zu stellen, die er zunehmend konsumieren möchte. Die Nachfrage nach Video-Inhalten ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. In einer Zeit, in der viele Menschen auch privat die meiste Zeit auf Plattformen wie Netflix und YouTube verbringen, ist dies wenig verwunderlich. Dazu kommt, dass die sozialen Netzwerke den Trend schon lange erkannt haben und auf den Zug der Publizierung von Videoinhalten aufspringen, beziehungsweise die Verbreitung erleichtern.

Diese Statistik gibt den Anteil der Personen an, die zumindest selten Online-Bewegtbild-Inhalte in Deutschland in den Jahren 2011 bis 2018 abgerufen haben.
konsum von Video-marketing
(Quelle: Statista)

Reichweiten-Boost mit Hilfe von Video-Marketing

Facebook beispielsweise ermöglicht es nach Betrachtung eines Videoinhalts direkt weitere, nachfolgende Videos zu konsumieren. Instagram hat die Story-Sektion mittlerweile auf IG-TV ausgeweitet und belohnt zudem Content Creators mit Video-Inhalten mit Algorithmus-Begünstigungen.
IG-TV Instagram
(Quelle: PCWelt)

Als letztes ziehen – wie so häufig – die Unternehmen nach, beziehungsweise sollten es tun. Und ganz egal wie weit hergeholt Dir der Anwendungsfall auch zu sein scheint, sei ehrlich zu Dir selbst: Wenn Du verstehen möchtest, wie Du ein bestimmtes Bauteil anbringst – liest Du Dir lieber eine 6-seitige Anleitung durch oder greifst Du zum 3-minütigen Video-Tutorial?

Video-Marketing: Höhere Marketingwirksamkeit durch Zahlen belegt

Ein weiterer Punkt, der für das Video-Marketing spricht, ist die Tatsache, dass Unternehmensseiten oder Landingpages mit Video-Content besser ranken. Dadurch erhöhst Du die Chance, den Traffic auf Deiner Domain zu steigern enorm. Doch neben der Traffic-Steigerung lässt sich auch noch ein weiteres Detail herausarbeiten: Während Traffic an sich schön und gut ist, so ist es schließlich Ziel eines jeden Unternehmens, seine Dienstleistungen oder Produkte zu verkaufen. Anhand von gut aufgezogenen audiovisuellen Tutorials, Produkt-Demos, Unternehmens-Promo-Clips und weiteren Formaten werden individuelle Botschaften verständlich und kreativ transportiert.

Eine Produkt- oder Dienstleistungsbeschreibung mitsamt kurzem Clip steigert die Conversion-Rate beispielsweise um fast 80%. Da auch die Verweildauer durch Video-Embedding höher ist, tun wir nochmal mehr für das Ranking einer Page. Darüber hinaus beschäftigt sich ein Nutzer unterbewusst stärker und eingehender mit der Unternehmens-Brand.
Video-Marketing Conversion-Rate
(Quelle: Hubspot)

Eine Google-Studie zeigt, dass 75% der befragten YouTube-User ihren Bekannten, Freunden und Kollegen davon erzählen, wenn sie ein gelungenes (Unternehmens-)Video gesehen haben. Durch diese Art der Verbreitung kannst Du Dich über weiteren Traffic und gegebenenfalls auch über neue Kunden freuen. Videos können (und sollten) auch auf sämtlichen Social-Media-Plattformen oder geschäftsnahen Webseiten geteilt werden.
Video-Marketing-YouTube
(Quelle: Google)

Die Strukturierung für Video-Content – analog zum Vorgehen bei Blogartikeln

Video-Marketing: Video-Content
Hand aufs Herz: Video ist nicht gleich Video. Welche verschiedenen Formate sich für Unternehmen eignen, kannst Du hier nachlesen. Unabhängig von der Herangehensweise bei der Erstellung und der Message hinter dem Video sollte der Content auch bei diesem Marketinginstrument zwingend einer klaren Struktur folgen.

Innerhalb dieser Struktur kann man den Content in drei Kategorien unterteilen:

Help oder Hygiene Content

Der Help oder Hygiene Content bildet das Fundament einer Video-Marketing-Strategie. Er umfasst zumeist Tutorials und Hilfestellungen. Help Content ist zeitlich nicht befristet, da er dem Nutzer zu jedem Zeitpunkt Mehrwert stiften kann.

Hub-Content

Der Hub Content soll den Nutzer dazu animieren regelmäßigen Kontakt zum Unternehmen aufzunehmen. Er ist in seiner Ausrichtung extrem spitz und genau auf die spezifischen Interessen der Zielgruppe abgestimmt. Hub Content lässt sich am besten zyklisch und in Form von festen Formaten abbilden.

Hero Content

Die letzte Kategorie bildet der sogenannte Hero Content. Dies werden für ganz besondere Ereignisse eingesetzt und unter enormem Zeit- und Kostenaufwand erstellt. Gängige Beispiele sind emotionale Geschichten zu Produkteinführungen, Rebrandings oder Fusionen.

Klar lässt sich Videomaterial heute auch einkaufen, denn was mit Fotos funktioniert, das kann man auch mit Videos umsetzen: Seiten wie iStock bieten Unternehmen beispielsweise Stock-Videomaterial zur Aufhübschung ihres Online-Auftritts. Lohnt es sich jedoch auf Video-Content-Shopping-Tour zu gehen? Mitnichten. Die wenigsten Unternehmen befinden sich in Branchen, die von Nervenkitzel und Abenteuer geprägt sind.

Natürlich sehen Point-of-View-Aufnahmen eines Paraglider-Flugs oder Fallschirmsprünge unglaublich cool aus, im Endeffekt soll der Content den Interessenten aber zum Kauf Deiner Produkte anregen. Bei Unternehmen, welche wichtige Kleinteile einer Heizung produzieren, könnten Videos über Extrem-Fallschirmsprünge unter Umständen vielleicht nicht die richtige Ansprache der Zielgruppe liefern. Fühlt sich der Nutzer jedoch angenehm unterhalten und vor allem auch informiert, dann wird er eine Verbindung zur Brand aufbauen und Unternehmen können den vollen Nutzen aus ihrem Video-Content ziehen.

Fazit

Schöpfe das volle Content-Marketing-Potenzial aus! Unternehmen dürfen sich nicht vor den modernen Gewohnheiten der Nutzer versperren. Durch Video-Marketing lassen sich Inhalte für jeden Anlass erstellen und bequem über das halbe Internet verteilen. Entscheide dabei zunächst, welcher Content welchem Teil Deiner Zielgruppe Mehrwert liefert und in welchem Rhythmus Du neue Inhalte bringen möchtest. Auswahlmöglichkeiten bezüglich der Art und Häufigkeit von Video-Content gibt es genug. Deshalb gilt auch: Wie jeder andere Content sollte Videoinhalt vorab geplant sein und einer Strategie unterliegen. Lass Deine gestalterischen Gedanken freien Lauf aber komm zum Punkt! Unnötig lange Videos mindern das Interesse an der Sache eher, als das sie es befeuern würden.

Über den Autor

Marco De Lucia ist seit einiger Zeit in der Welt des Online-Marketings zuhause. Er nimmt die Leserschaft von PiKnowledge mit auf eine Reise durch alle spannenden Themenfelder rund um CXM, CMS, Realtime Targeting und Marketing Automation.

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