Basiswissen

Visual Content: Die Macht der Bilder.

Freitagnachmittag in der Bahn. Auf dem Weg in Ihr langersehntes Wochenende. Felder und Bäume rauschen an Ihnen vorbei. Der Steward mit seinem Servierwagen bietet Ihnen einen duftenden Kaffee an.
Eigentlich wollen Sie nur schweigend dasitzen und belanglos durchs Internet oder sozialen Plattformen auf Ihrem Handy scrollen. Der Waggon ist von Geräuschen aus der Umgebung eingenommen, Ihre Konzentration hat schon Feierabend …
Welche Artikel, Publikationen oder Beiträge bekommen in diesem Moment noch Ihre Aufmerksamkeit?

In Zeiten unendlicher Informationsflut sind in solchen Momenten nur wenige von uns auf der Suche nach schwarzweißen Textwüsten.
Der erste Moment? Entscheidend!
Ein visueller Reiz der uns ins Auge springt. Sticht Ihr Content aus der Masse heraus, schätzen wir ihn als lesenswert ein. Unsere Konzentration wird auf den Inhalt gelenkt. Ziel ist es daher, Content optisch reizvoll zu ergänzen und aufzulockern. Die Rede ist von Visual-Content-Marketing.

Begriffserklärung

Das einst sehr textlastige World Wide Web ist mit den fortschreitend technischen Möglichkeiten zu einem bunten Bilderbuch geworden.
Das bedeutet nicht, dass Texte ab sofort durch Bilder ausgetauscht werden. Ziel ist es vielmehr, Ihre Botschaft optisch reizvoll zu präsentieren. Bei Visual Content handelt es sich also um bildlich dargestellte Inhalte, die dazu dienen, Informationen zu vermitteln. Dabei können die Abbildungen für sich stehen oder als Bild-Text-Kombination eng verzahnt sein. Achtung, visueller Content sollte stets selbsterklärend sein. Also auch losgelöst vom Text oder anderen Bildern funktionieren.

Was bedeutet das für unsere Content-Strategie ?

Fakt ist: Wir müssen unsere Suchmaschinenoptimierung (SEO) im Auge behalten. Google will Text. Artikel mit über 1000 Wörtern bringen Sie im Ranking nach oben. Das Problem dabei: Das machen die Leser nicht mit. Tatsächlich ist das menschliche Gehirn viel besser darin, visuelle Informationen zu verarbeiten als Texte. Sie wollen zwar tiefgehende Inhalte, aber die Aufmerksamkeitsspanne liegt lediglich bei ca. 7 Sekunden.
Ein Beweis dafür, warum Netzwerke wie Instagram und Snapchat so populär geworden sind. Und eine Erklärung dafür, weshalb rein textbasierte Facebook-Posts relativ schlecht abschneiden.
Visuelle Darstellungen unterbrechen die tristen Textwüsten und bringen die Aufmerksamkeit des Lesers zurück. Der Einsatz von Visual Content ist somit unverzichtbar.

Visual-Content Formate

Wir zeigen Ihnen, welche visuellen Formate Sie in Ihre Beiträge integrieren können:

Bilder

Kennen Sie das? Sie sehen ein Bild und müssen plötzlich lächeln, laut lachen oder sogar weinen. Bilder sind in der Lage, tief in uns sitzende Emotionen herzuvorrufen.
Wecken Sie Emotionen, um Ihre Botschaft an den Kunden zu vermitteln.
Aber Augen auf! So verlockend das auch klingt; nicht jedes mittelmäßige Urlaubsfoto eignet sich als Visual Content.

  • Achten Sie auf hohe Bildqualität und Auflösung
  • Benutzen Sie aktuelles Bildmaterial
  • Denken Sie bei der Bildauswahl an ihre Markenbotschaft und an Ihre Zielgruppe
  • Nutzen Sie das Bild zur Auflockerung ihrer Texte
  • Bilder sollten SEO optimierte Dateibezeichnungen und Beschreibungen haben
  • Nicht Ihr Bild? Behalten Sie stets das Urheberrecht im Blick

Videos

Bewegtbild-Content gewinnt im Netz rapide an Bedeutung.
Auch Google und Facebook reagieren bereits auf den Trend: Webseiten mit integrierten Clips werden besser bewertet und haben somit mehr Sichtbarkeit. Videomarketing macht also auch im Hinblick auf SEO Sinn.

Quelle: blurbpoint

Lassen Sie ihrer Kreativität freien Lauf. Ob Erklärvideos, Interviews, DIY-Anleitungen, oder Kurzfilme. Immerhin verzeichnet die Videoplattform YouTube einen Upload von etwa 300 Stunden Videomaterial pro Minute. 1 Billionen Videos werden von den Usern pro Tag konsumiert.

 Infografiken

Vor allem bei komplexen Themen können Infografiken als Content-Marketinginstrument sehr unterstützend sein. Alles Wichtige aus dem Text kann in Form von Charts, Tabellen, Diagrammen und Co. zusammengefasst werden. Dabei sollten sie jedoch einige Regeln beachten:

  • Ihre Botschaft muss einfach zu erkennen sein
  • Präsentieren Sie nicht mehr als sieben Fakten
  • Bild- und Textanteile an die Anforderungen der Netzwerke anpassen

GIFs (Grafics Interchange Format)

Das Graphics Interchange Format (engl. Grafikaustausch-Format), kurz GIF (Aussprache nach Erfinder [d͡ʒɪf], häufiger jedoch auch [gɪf]), ist ein Grafikformat für Bilder mit Farbpalette (Farbtabelle mit max. 256 Farben, inkl. einer „Transparenzfarbe“). Quelle: Wikipedia

Graphics Interchange Format AKA der GIFs sind vielseitig einsetzbar.
Bereits seit einigen Jahren sind sie auf sozialen Plattformen, in E-Mails, Blog-Posts, oder auf Webseiten ein beliebtes Mittel, um das Augenmerk auf sich zu richten. GIFs fallen auf. Sie haben die Fähigkeit, Emotionen schnell und prägnant zu vermitteln und meistens ein Lachen auf die Gesichter der Leser zu zaubern.
Warum sollte man sie also nicht auch in die eigene Content-Strategie einbeziehen?
GIFs sind interaktiver und optisch ansprechender als Bilder, aber viel günstiger in der Produktion als Videos.

  • Sie sind aufgrund ihrer geringen Dateigröße mobilfreundlich
  • GIFs funktionieren, anders als Videos, in den allermeisten E-Mail-Clients

Des Weiteren können Sie auf Folgenden visuellen Content zurückgreifen:

  • Screenshots
  • Charts/Präsentationen
  • Memes
  • Zitate als Abbildung
  • Call-to-Action Buttons

Fazit

Neben wertvollen Inhalten, die den Leser begeistern, ist die Integration visueller Bausteine in Ihre Content-Strategie mittlerweile unumgänglich. Die Konzentration der Leser sinkt während ihres Besuchs auf Ihrem Blog oder Ihrer Unternehmenswebseite enorm. Genau in dem Moment sagt ein Bild oft mehr als tausend Worte. Kompaktes Wissen zusammengefasst in Infografiken, Bilder, Videos und Co.
Doch wie so oft kommt es auch hier auf die richtige Mischung an. Ausschlaggebend für die Performance ist das richtige Format und der richtige Inhalt für die gewünschte Zielgruppe.

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