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Was ist eigentlich Linkjuice?

Linkjuice

Um uns im World Wide Web fortzubewegen und von einer Website zur Nächsten zu gelangen, nutzen wir Links. Das ist der einfachste Weg, um an weitere relevante Informationen zu einem Themenbereich zu gelangen.

Links spielen auch noch eine andere Rolle. Für Webseitenbetreiber stellen sie einen wichtigen Faktor für die Suchmaschinenoptimierung dar. Die Kunst des Linkbuildings liegt jedoch nicht darin, eine Masse an Links aufzubauen. Vielmehr geht es um das Sammeln von Backlinks mit hoher Relevanz.
Laut Google zählen Backlinks als einer der drei wichtigsten Faktoren in deren Suchmaschinen-Ranking.

Du bist dir nicht mehr ganz sicher was Backlinks genau sind? Kein Problem klicke einfach auf diesen Link 😉

Warum sind Backlinks wichtig?

Nicht alle Backlinks sind gleichwertig: Starke Backlinks helfen Deinem Ranking, schwache wirken sich unter Umständen negativ aus.

Oft wird behauptet, je mehr Webseiten auf Deine Webseite verweisen, desto sicherer kann sich Google sein, dass sich auf Deiner Seite brauchbare Informationen befinden. Das ist erstmal grundsätzlich nicht falsch.

Doch noch viel wichtiger ist die Qualität der Links, die auf Deine Webseite verweisen. Backlinks sollten unbedingt von Quellen stammen, die ein ähnliches Thema behandeln und ebenfalls qualitativ hochwertigen Inhalt veröffentlichen.

Ein Link hat also umso mehr Kraft, je höher der Stellenwert der linkgebenden Seite ist.

Was genau ist nun ein Linkjuice?

Wir haben gelernt, dass jeder Link einen gewissen Wert hat. Aber was bringt uns das als Webseitenbetreiber? Hier kommt der Begriff “Linkjuice” ins Spiel.

Der Begriff setzt sich zusammen aus Link (dt. Verknüpfung) und Juice (dt. Saft) und bezeichnet sämtliche Eigenschaften, die mit einem Link von einer Webseite zu einer anderen übertragen werden.

linkjuice beispiel 1
Seite 1, Seite 2 und Seite 3 haben nur eine Verlinkung zu Seite A geschaltet. Seite A erhält daher aus drei Quellen (1, 2 und 3) den gesamten Linkjuice.

Wortwörtlich übersetzt heißt es im deutschen “Linksaft”, aber besser übersetzt ist es die “Linkkraft”. Ein Linkjuice kann auch als eine fiktive Maßeinheit oder “Google Währung” gesehen werden. Mit ihr wird gemessen, wie viel Power ein Backlink auf eine andere Seite weitergibt und sie damit stärkt.

Je mehr Linkjuice von der linkgebenden auf eine linknehmende Seite fließt, desto bestimmter ist diese Empfehlung.

Wir unterscheiden internen und externen Linkjuice

  • Als externen Linkjuice bezeichnet man die Linkkraft, die von einer anderen Domain weitergegeben wird
  • Als interner Linkjuice ist die Linkkraft, die durch eigene, interne Verlinkung auf andere interne Unterseiten weitergegeben wird

Achte unbedingt auf die Anzahl der internen Link auf Deiner Seite. Je mehr Verlinkungen, desto weniger Linkjuice wird pro Link weitergegeben.

Benutze Deine internen Verlinkungen daher mit Bedacht, um gezielt ganz bestimmte Seiten zu stärken.

linkjuice beispiel 2
Seite B erhält nur den Linkjuice von Seite 4 und Seite 5. Das führt dazu, dass Seite B einen Link „im Nachteil“ ist und erhält daher weniger Linkjuice.

Wie erhält Deine Webseite mehr Linkjuice?

Der gängige Weg, um mehr Linkjuice zu bekommen ist:

  • Erstelle nützlichen und vertrauenswürdigen Content
  • Verbessere die Bekanntheit Deiner Marke
  • Schalte regelmäßig Werbung
  • Stelle Deine Inhalte für andere Webseiten bereit
  • Verfasse Gastbeiträge
  • Nutze Zitate von Experten oder erwähne andere Marken
  • Schreibe Produktbewertungen auf Blogs

So analysierst Du Dein Link-Profil

Du solltest Deinen Linkjuice stets im Auge behalten. Denn eine gut überlegte Planung Deiner Backlinks kann große Vorteile bei dem Ranking in den Google-Suchergebnissen mit sich bringen.

Es gibt Software Lösungen, mit den Du Deine Linkstruktur analysieren kannst. Hier kannst Du nachvollziehen, welche Links auf Deiner Seite eingehen und welche von ihr ausgehen. Zudem lässt sich das Verhältnis zwischen Links mit „dofollow“- und „nofollow“-Attributen bewerten.

Auch für die Optimierung Deiner internen Linkstruktur gibt es Software Lösungen, zum Beispiel die Searchmetrics Link Optimization oder des Sistrix Linkmoduls. Hier kannst Du Broken Links, also einen Link, der auf ein nicht mehr erreichbares Ziel verweist erkennen und beheben.

Exkurs Nofollow / Dofollow Links

Jeder Link, den Du auf deiner Seite einsetzt, der keine Zuordnung hat, ist grundsätzlich ein DoFollow-Link. Dofollow bewirkt, dass der Googlebot dem Link folgt und das Linkziel indiziert. Dabei fließt der Linkjuice entsprechend der ausgehenden Links von der linkgebenden Seite an die Zielseite weiter, wird sozusagen vererbt.

Setzt Du auf deiner Website einen Link auf NoFollow, beachtet Google diesen nicht weiter. Es ist eine Entwertung, der Linkjuice läuft ins Leere.

Früher einmal konnte der Fluss des Linkjuice ganz einfach durch ein NoFollow-Attribut gesteuert werden. So folgte Google diesen Links nicht und es wurde kein Linkjuice mehr weitergegeben.

Es ist jedoch mittlerweile bewiesen, dass Linkjuice auch an Seiten weitergegeben wird, deren Link auf NoFollow gesetzt wurde. Das macht diese Praktik überflüssig.
Das NoFollow-Attribut ist von Google eigentlich dazu gedacht, Spam Links oder Kommentare von Blogs abzuhalten.

linkjuice dofollow nofollow

Wer heutzutage seinen Linkjuice steuern will, der muss auf andere Methoden zurückgreifen, wie zum Beispiel Javascript verwenden oder Frames in den Quellcode einbinden.

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